Immer mehr Plastik im Meer ist tödlich

Der Reisekonzern TUI setzt sich nach eigenen Angaben für nachhaltigeres Reisen ein und neuerdings ganz stark für die Reduzierung von Plastikabfällen aus dem Tourismus.

Jährlich gelangen mehr als 8 Mio. t Plastikabfälle im Meer, vieles wird in China, wohin auch Deutschland Plastikabfall exportiert, in Flüsse gekippt und landet so in den Ozeanen. Schätzungen zufolge wird es in den Ozeanen bis 2050 mehr Plastikabfälle als Fische geben. Ein Teil davon wird vom Tourismus verursacht, zum Beispiel durch Plastikflaschen, Strohhalme und Plastiktüten, die von Touristen verwendet und vor Ort nicht ordnungsgemäß entsorgt werden. Die Unterzeichner des International Tourism Plastic Pledge (https://futureproof.community/circles/sustainable-tourism/duurzaam-toerisme-plastic-pledge) sind sich der Dringlichkeit und der Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zur Reduzierung von Plastikabfällen bewusst. Jetzt hat die TUI Group die Selbstverpflichtung unterzeichnet.

Gemeinsam repräsentieren die Unterzeichner etwa 200.000 Mitarbeiter im Tourismus und 50 Mio. Urlauber. In den kommenden Monaten wird ein konkreter Plan zur Reduzierung des Einsatzes von Plastik und Vermeidung von Plastikabfällen in den Destinationen entwickelt. Der „International Tourism Plastic Pledge“ wurde von der Organisation MVO Nederland auf den Weg gebracht.

Maria van der Heijden, Managing Director bei MVO Nederland, erklärte: „Der Tourismus ist eine der größten Branchen der Welt. Daher trägt die Branche eine große Verantwortung und hat das Potenzial, positive Impulse zu setzen. Wir sind sehr stolz darauf, diese 100 Unternehmen aus der Tourismusbranche zusammengeführt zu haben, um diese Selbstverpflichtung zu unterzeichnen. Gemeinsam können diese Unternehmen beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft viel bewirken.“

Thomas Ellerbeck, Mitglied des Group Executive Committee der TUI Group und für den Bereich Nachhaltigkeit verantwortlich, erklärte: „Wir nehmen unsere Verantwortung aktiv an. Schon im vergangenen Jahr wurden 140 Millionen Einweg-Plastikartikel in Hotels, Flugzeugen und auf Schiffen ersetzt. Unser Ziel sind 250 Millionen. Umweltfreundlichere Alternativen sind an vielen Stellen verfügbar. Initiativen wie der ‚International Tourism Plastic Pledge’ sind wichtig, um wachzurütteln und Veränderung anzustoßen. TUI ist gut aufgestellt, um die Urlaubsangebote entlang der gesamten Wertschöpfungskette einer Reise noch nachhaltiger gestalten zu können als heute schon. Dies wird auch ein wichtiger Bestandteil der konzernweiten  Nachhaltigkeitsstrategie 2020-2030.“

Bis Ende 2018 hatte die TUI Group bereits 140 Millionen Einweg-Plastikartikel eingespart. Im Rahmen ihres Beitrags zu den weltweit unternommenen Bemühungen zur Reduzierung von Plastikabfällen plant TUI, bis Ende 2050 auf 250 Millionen eingesparte Einweg-Plastikartikel zu erhöhen. Die auf den Weg gebrachten Initiativen umfassen 112 Millionen eingesparte Einweg-Plastikartikel in Hotels, das von TUI Cruises gestartete ehrgeizige Plastik-Reduktionsprogramm „Wasteless“ sowie die Veröffentlichung der „Leitlinien für die Reduzierung von Plastik“ für Hotels. Damit zahlt die TUI Group auf ihre Nachhaltigkeitsstrategie ‘Better Holidays, Better World’ ein. Sie umfasst vier Kernbereiche, in denen TUI Einfluss nimmt, um nachhaltigen Tourismus im eigenen Unternehmen, entlang der Wertschöpfungskette, in der gesamten Branche sowie vor Ort in den Urlaubsdestinationen umzusetzen.

TUIs Leitlinien zur Reduzierung von Plastik für Hotels bieten einen Orientierungsrahmen und praktische Lösungen für TUI Hotels und die Branche insgesamt. Sie enthalten konkrete Vorschläge zur Vermeidung von Einweg-Plastikartikeln im eigenen Unternehmen und für die Beschaffung geeigneter Alternativen. Darüber hinaus umfassen sie Ratschläge zur Kommunikation mit Mitarbeitern, Gästen und Lieferanten. Sie sind in vier Sprachen erhältlich: Englisch, Griechisch, Spanisch und Türkisch. In diesem Sommer hat TUI die Leitlinien auf die Hoteliers ausgerollt und sie auf verschiedenen Plastikreduzierungs-Workshops mit Leben erfüllt. Die Leitlinien dienen zugleich auch als wichtiges Instrument für die Branche und wurden bei vor kurzem für Hoteliers in der Dominikanischen Republik abgehaltenen Workshops des UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) mit aufgenommen.

Auch TUIs gemeinnützige, unabhängige Stiftung, die TUI Care Foundation, hat den „International Tourism Plastic Pledge“ unterzeichnet. Die Stiftung arbeitet an zahlreichen Projekten, um die Herausforderung der Plastikabfälle für die Meeresumwelt anzugehen. Ziel des „TUI Clean & Green“-Programms ist die Vermeidung von Müll in Küstenregionen durch technische Beratung, Schulungen, Aufbau von Kompetenzen und Sensibilisierungsmaßnahmen, die auf Verhaltensänderungen abzielen. Auf Zypern wurde in Zusammenarbeit mit The Travel Foundation ein neues Programm auf den Weg gebracht, das Hotels, Bars und Restaurants in Ayia Napa bei der Reduzierung von Einweg-Plastikartikeln um 70% unterstützt. Auf Curaçao werden mehr als 2.000 Schüler und Lehrer in Partnerschaft mit GreenKidz über das Thema Plastikabfälle informiert.

TUI ermutigt andere Unternehmen und Organisationen in der Tourismusbranche, sich dem „International Tourism Plastic Pledge“ anzuschließen: www.tourismplasticpledge.comQuelle: TUI / DMM