Immer mehr Probleme für US-Tourismus

US-Präsident Donald Trump macht sich mit seinem Government Shutdown keine Freunde, nicht bei seinen zig Tausenden Beamten und Staatsbediensteten, auch nicht bei Flughäfen und allen weiteren öffentliuchen Einrichtungen. Und bei Touristen schon gar nicht. Inzwischen häufen sich die Probleme, auch bei der Luftfahrt.

Der Government Shutdown in USA macht sich auch im Tiurismus bemerkbar. Foto: GZ

Der Government Shutdown in USA macht sich auch im Tiurismus bemerkbar. Foto: GZ

Die Haushaltssperre hat Trump am 22. Dezember 2018 durchgedrückt, um die 5,6 Mrd. USD, die seine Wunschmauer zwischen USA und Mexiko kosten soll, im Etat 2019 unterzubringen. Die Etatsperre hat nicht nur Folgen für zig Tausende Staatsbedienstete, die ohne Bezahlung beurlaubt wurden bzw. ohne Gehalt arbeiten müssen, sondern auch für die Flughäfen und damit den geschäftlichen wie privaten Tourismus. Aber das ist Trump egal. Seit Weihnachten müssen Sicherheitsbeamte und Fluglotsen ohne Bezahlung arbeiten. Sie gelten als systemrelevant und müssen an ihren Arbeitsplätzen erscheinen, ob sie wollen oder nicht. Von den 245.000 Beschäftigten von Transportation Security Administration (TSA), CBP (Grenzbehörde), Coast Guard und Secret Service müssen derzeit 213.000 den Dienst ohne Lohn erledigen. Insgesamt 57.600 Beschäftigte zählt allein die Transportation Security Administration (TSA), welche für die Sicherheit im öffentlichen Verkehr zuständig ist und auch die Sicherheitskontrollen an den US-Flughäfen durchführt. Von den TSA-Leuten erhält seit drei Wochen niemand sein Gehalt. Konsequenz: Es gibt in jüngster Zeit vermehrt Krankheitsmeldungen von TSA-Angestellten. Noch läuft der US-Flugbetrieb reibungslos, doch inzwischen sind laut US-Medien bereits 10 % der TSA-Belegschaft krankgemeldet. Auch die TSA-Website wird seit Weihnachten nicht mehr upgedated, ebenso die Webseite der Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA).

Die National Air Traffic Controllers Association (NATCA) hat nun einen offenen Brief an den Kongress geschickt, in dem es heißt, dass schon 3.000 Fluglotsen temporär beurlaubt wurden, und das in einer Zeit, in der es so wenig Fluglotsen wie seit 30 Jahren nicht mehr gibt. Zudem unterbleiben Qualitätskontrollen, Inspektionen und Ausbildungsmaßnahmen. Zudem verzögert der Shutdown die Einführung neuer Technologie für Fluglotsen und Piloten. Bei einem weiteren Anhalten des Shutdown könnte es zu ernsthaften Problemen in der US-Luftfahrt kommen könnte. Das würde dann gravierende Auswirkungen auf der geschäftlichen und privaten Tourismus nach sich ziehen.

Ebenfalls für Touristen relevant ist die Situation in den Nationalparks. Dort sind zahlreiche Ranger beurlaubt und viele Einrichtungen geschlossen; die dem Innenministerium unterstellten Nationalparks müssen nämlich derzeit auf 16.000 von insgesamt 19.000 Mitarbeitern verzichten. Der Zugang zu den meisten Nationalparks ist aber immer noch möglich. Das führte besonders zum Jahreswechsel zu unschönen Szenen in diversen Nationalparks, wo Müll hinterlassen wurde, an normalerweise unerlaubten Stellen Feuer entfacht wurden und respektlose Personen mit ihren Fahrzeugen einfach «offroaden» gingen.  
Die Website des National Park Service www.nps.gov/index.htm ist ebenfalls seit dem 22. Dezember stillgelegt. Dort steht gleich am Kopf zu lesen: „During the federal government shutdown, this website will not be updated and may not reflect current conditions. Some national parks may remain accessible to visitors; however, access may change without notice. Some parks are closed completely. Some visitor services may be available when provided by concessioners or other entities. For most parks, there will be no National Park Service-provided visitor services, such as restrooms, trash collection, facilities, or road maintenance. For more information, see www.doi.gov/shutdown and the park website.“ Für Touristen ist kaum mehr ersichtlich, welche Nationalparks geöffnet sind und welche nicht.

Auch auf Museen und viele weitere Attraktionen hat der zugedrehte Geldhan unangenehme Folgen: Bereits geschlossen haben z.B. die Smithsonian-Museen an der National Mall in Washington D.C., eine der ganz großen Attraktionen der Hauptstadt. Auch der National Zoo ist geschlossen. In der Verwaltungsstadt läuft ohnehin nur noch wenig: Neben der TSA haben noch andere Regierungsbehörden wie die FEMA (Katastrophenschutz), die Kommunikationsbehörde (FCC), das Wohnungsbauministerium (HUD) oder auch die NASA aktuell stark reduzierte Personalbestände im Einsatz. Quelle: DMM