Iran-USA-Krise sorgt für längere Flugstrecken

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben Folgen für die zivile Luftfahrt: Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA untersagte Airlines aus den USA Flüge im Luftraum des Iran, des Irak, über dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Sie verweist auf „erhöhte militärische Aktivität und gestiegene politische Spannungen im Nahen Osten“ und das Risiko, dass zivile Flugzeuge in diesem Rahmen falsch identifiziert werden könnten.

Auch die Lufthansa und ihre Töchter AUA und Swiss umfliegen die Lufträume über Iran und Irak. Überflüge gibt es bis auf Weiteres nicht mehr.  ebenfalls nicht mehr. Den Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Teheran vom Mittwoch hatte die LH gestrichen. Austrian Airlines lässt den Flug nach Erbil ausfallen, ebenso streicht die LH ihren Samstagsflug nach Erbil. Ab Donnerstag, 09. Januar, will die LH ihre Teheran-Verbindungen wieder aufnehmen. Die Verbindungen nach Erbil bleiben weiter gestrichen.

Die australische Qantas teilt derweil mit, sie werde ebenfalls iranischen und irakischen Luftraum meiden. Das betreffe die Flüge zwischen Perth und London. Der Hinflug QF9, der mit mehr als 17 Stunden eh schon sehr lange dauert, braucht nun bis zu 50 Minuten länger. Als Folge muss die Zahl der Passagiere an Bord reduziert und mehr Treibstoff mitgenommen werden. Den Rückflug QF10 könne man aufgrund der Windbedingungen dagegen mit der üblichen Anzahl von Reisenden und der normalen Flugzeit durchführen.

Auch viele andere Airlines erklärten, den Luftraum von Irak und Iran nicht mehr zu nutzen. Vietnam Airlines teilte beispielsweise mit, man werde alle Flüge zwischen Vietnam und Europa umleiten. British Airways und Emirates steuern ihre Jets nun über Saudi-Arabien und Ägypten. Qatar Airways erklärte laut der Nachrichtenagentur Reuters, die Flüge in und aus dem Irak würden wie gewohnt stattfinden.

Kürzlich erst hatte die USA eine Warnung vor Überflügen über Pakistan erneuert. Damit ist es für Fluggesellschaften aus den Vereinigten Staaten mühsamer geworden, zu Zielen wie etwa Indien zu gelangen. Quelle: aerotelegraph / US-Gov. / DMM