Fast jeder fünfte Befragte hat aufgrund möglicher Kerosinengpässe bereits Flüge storniert, umgebucht oder entsprechende Änderungen erlebt.
Geschäftsreisen bislang weniger betroffen
Die Debatte um einen möglichen Kerosinmangel infolge des Iran‑Kriegs verändert das Reiseverhalten vieler Menschen. Eine Umfrage zeigt, dass 62 Prozent der Befragten ihre Planung angepasst haben. Dazu zählen ein Ausweichen auf Bahn oder Auto bei 46 Prozent, frühere Buchungen bei 39 Prozent sowie ein Aufschieben von Reisen bei 31 Prozent.
Im Geschäftsreisebereich ist die Zurückhaltung bislang geringer. Nur 17 Prozent der Geschäftsreisenden haben ihr Verhalten in dieser Weise geändert. Auch Flugstornierungen oder Umbuchungen betreffen mit 6 Prozent bislang nur einen kleineren Teil.
Unternehmen sollen flexibler planen
Aus Sicht des Abrechnungsdienstleisters SAP Concur sollten Unternehmen auf mögliche Störungen vorbereitet sein. Michael Schmitz riet: „Wer in den nächsten Wochen reist, sollte flexibel planen. Das heißt: Wenn möglich Alternativen zum Flug wie Bahn oder Mietwagen gleich mitdenken und bei Ausfällen schnellstmöglich umbuchen. Zusatzkosten sollten Reisende dokumentieren und Belege sichern.“
Die politische Einschätzung fällt zurückhaltend aus. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte: „Alarmismus bei Kerosin hilft nicht.“ Die Versorgungslage sei je nach Markt unterschiedlich. Gleichzeitig warnte die Internationale Energieagentur davor, dass mehrere europäische Länder mit einer Knappheit konfrontiert werden könnten. (dpa)
