Kia Soul nur noch mit E-Antrieb

Mit der dritten Generation des Soul ist der Verbrennungsmotor in Kia‘s Crossover Geschichte. Unter dem Namen e-Soul ist das Fahrzeug in Europa nur noch mit Elektroantrieb zu haben. Freilich muss man viel Geduld haben: Denn unter 9 Monaten Wartezeit geht nichts.

Kia's neuer e-Soul. Foto: Gernot Zielonka

Kia's neuer e-Soul. Foto: Gernot Zielonka

Hintergrund der ziemlich heftigen Wartedauer vom Tag der Bestellung bis zur Auslieferung ist die Tatsache, dass die südkoreanischen Batterieproduzenten LG Chrem. und SK Innovation mit der Produktion der Zellen nicht nachkommen. Schade; denn der e-Soul ist ein hochinteressantes Fahrzeug mit einer enormen Reichweite, zumindest mit dem größeren Akku-Pack. Die Langstreckentauglichkeit soll sogar in der kalten Jahreszeit weitgehend erhalten bleiben; denn das Akkupack wird dann beheizt. Und wie sieht's mit den Verkaufszahlen aus? Kia COO Emilio Herera ist optimistisch: 300 bis 400 Einheiten will er noch in 2019 vom e-Spul hier zu Lande verkaufen, ebenso viele vom e-niro.

Schwierig zu sagen; denn die hängen von der Bereitstellung der Batteriepacks ab. Aber die Der Nachfolger des 2014 eingeführten Soul EV ist das dritte weltweit vermarktete E-Mobil von Kia und besitzt wie der jüngst gestartete e-Niro echte Langstreckenqualitäten. Darüber hinaus zeigt der e-Soul ein modernes, neues Design, ist in zahlreichen Ein- und Zweifarb-Lackierungen erhältlich, verfügt über neue Assistenz- und Infotainmentsysteme und bietet durch den kraftvollen Antrieb und das neue Fahrwerk noch mehr Fahrspaß als der Vorgänger. Beibehalten hat der Crossover sowohl seine markanten Konturen als auch seine Stärken vom großen Platzangebot bis zum hohen Ausstattungsniveau.

Das kraftvollere Modell mit 64-kWh-Batterie und 150 kW (204 PS) Leistung hat eine kombinierte Reichweite von 452 Kilometern (Durchschnittsverbrauch 15,7 kWh pro 100 km) und legt im City-Zyklus sogar bis zu 648 Kilometer mit einer Batterieladung zurück – das ist mehr, als viele benzinbetriebene Fahrzeuge im Stadtverkehr mit einer Tankfüllung schaffen. Das Grundmodell mit 39,2-kWh-Akku und 100 kW (136 PS) hat eine kombinierte Reichweite von 276 Kilometern (City-Zyklus: 407 km). Dank 395 Nm Drehmoment sprintet die stärkere Variante in 7,9 Sekunden auf Tempo 100 (100-kW-Version: 9,9 Sekunden). Über den serienmäßigen Schnellladeanschluss (CCS-Stecker) lassen sich die Batterien an einer 100-kW-Station in nur 54 Minuten von 0 auf 80 Prozent aufladen.

Das Spektrum an verfügbaren Technologien reicht vom variierbaren regenerativen Bremssystem (inkl. „One Pedal“-Modus) und dem serienmäßigen Stauassistenten über ein Batterie-Vorheizsystem und eine energiesparende Wärmepumpe für die Klimatisierung bis zum Kia-Telematiksystem UVO Connect, das im e-Soul seine Europapremiere feiert und unter anderem App-gesteuerte Fernbedienungsfunktionen bietet. Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung gehören Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, aktiver Spurhalteassistent, Müdigkeitswarner, Fernlichtassistent und der Notruf-Service eCall. Angeboten werden ebenfalls Spurwechselassistent und aktiver Querverkehrwarner.

Der Kia e-Soul wird in den Ausführungen Edition 7, Vision und Spirit angeboten. Die Basisversion beinhaltet bereits LED-Scheinwerfer, Audiosystem mit 7-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Integration, Klimaautomatik und Smart-Key. Erhältlich sind zudem 10,25-Zoll-Kartennavigation (inkl. 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update und UVO Connect), Premium-Soundsystem, Head-up-Display, impulsgesteuerte Ambientebeleuchtung, induktive Smartphone-Ladestation, Glasschiebedach, Lederausstattung und elektrische Vordersitze mit Ventilation.

Wer den e-Soul als Dienstwagen nutzt, profitiert von der seit Januar 2019 geltenden Neuregelung: Gegenüber Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb halbiert sich bei voll förderfähigen Elektro-Dienstwagen der geldwerte Vorteil, der versteuert werden muss. Quelle: Kia / DMM