Kia Sportage im DMM-Test - ein SUV, das Spaß macht

Auch im Sektor der Sports Utilities macht Kia eine sehr gute Figur. Optisch ansprechendes Exterieur, sehr hohe Verarbeitungsqualität und Wohlfühlambiente auch im Interieur. Die noch aktuelle 4. Generation des Sportage machte da keine Ausnahme. Im DMM-Test durften wir den 1.6 CRDi mit 136 PS als Mildhybrid auf Basis von 48-Volt-Technik auf Herz und Nieren prüfen.

Der Kia Sportage ist nicht nur ein Beststeller des Importeurs in Deutschland, er ist auch ein hoch attraktives Kompakt-SUV für gewerbliche für private Kunden. Fotos: G. Zielonka

Der Kia Sportage ist nicht nur ein Beststeller des Importeurs in Deutschland, er ist auch ein hoch attraktives Kompakt-SUV für gewerbliche für private Kunden. Fotos: G. Zielonka

Kia's Sportage ist ein sehr wertbeständiges Fahrzeug mit sehr ordentlicher TCO.

Kia's Sportage ist ein sehr wertbeständiges Fahrzeug mit sehr ordentlicher TCO.

Kia, Teil des Hyundai-Konzerns, hat sich wie der große Bruder Hyundai vom Mainstreamherstellern zu ein er Art Elektro-Avantgardist entwickelt. Das Kompakt-SUV Sportage ist Teil der Fahrzeugpalette, die Kia mit unterschiedlichen Hybridkonzepten anbietet. Unser Fahrzeug ist ein  Mildhybrid auf Basis von 48-Volt-Technik. Das bedeutet, dass es neben dem herkömmlichen 12-Volt-Netz ein zweites Bordnetz mit höherer Spannung gibt, was den Einsatz eines leistungsstärkeren Startergenerators ermöglicht. Mit 12 kW dient dieser Generator gewissermaßen als zusätzliche Antriebsquelle. Alles in allem ist diese Version des Sportage ein SUV mit integrierter Spritspartechnik. Tatsächlich erfüllt diese ihren Zweck, wenn auch nicht ganz so, wie es die vom Hersteller angegebenen Leistungsdaten versprechen. Gute 1,5 l mehr Dieselkraftstoff genehmigte sich unser Modell, was knapp 7 l auf 100 km ausmachte. Aber für einen Wagen dieser Größe und Klasse ist das dennoch ein recht akzeptabler Wert. Der Diesel erfüllt die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Ob es die kommende 5. Generation weiterhin als Selbstzünder geben wird, abwarten; denn auch die gewerbliche Klientel, also Unternehme, kommt auf den E-Geschmack und setzt zunehmend bei ihrem Firmenfahrzeugen auf Plug-in-Hybride. Und als solcher kommt auch der neue Sportage. Doch zurück zu unseren Testerfahrungen.

Kaum zu glauben aber wahr: Der Sportage ist seit einem Viertel Jahrhundert ein echter Trendsetter. Als einer der ersten SUV überhaupt kam der Sportage Mitte 2018 mit einem Diesel-Mildhybridantrieb auf den Markt. Unser Testwagen verfügte ebenfalls über ein 48-Volt-System. Seit Modelljahr 2021 sind alle Dieselversionen serienmäßig mit dieser innovativen Spritspartechnologie ausgerüstet. Durch das Mildhybridsystem „EcoDynamics+“ verringern sich laut Autobauer die CO2-Emissionen um bis zu 10 %. Es beinhaltet ein 48-Volt-Bordnetz samt Lithium-Ionen-Akku und einen 12 kW starken Startergenerator. Das System ermöglicht eine effektive Energierückgewinnung und die Abschaltung des Verbrennungsmotors im Fahrbetrieb, etwa beim Ausrollen oder Bremsen.

Design. Geht es nach uns, müsste Kia am Design gar nichts ändern. Denn es spricht uns nach wie vor sehr an und hat sicher nicht umsonst den Red Dot Award, iF Award verdient. In der Seitenansicht fällt das neue Design der großen Leichtmetallfelgen ins Auge. Am Heck sind die umgestalteten Rückleuchten durch eine optische Lichtleiste miteinander verbunden und zeigen in der LED-Version eine neue C-förmige Lichtsignatur. Im Heckstoßfänger sind die Reflektoren und Rückfahrscheinwerfer blockförmig übereinander positioniert. Macht alles in allem ein herausragenden Eindruck. Aber nicht nur beim Exterieur ist beim Sportage alles stimmig. Denn auch der Innenraum bietet moderne Eleganz. Er kombiniert Metallelemente mit Soft-Touch-Oberflächen und zeigt ein durchweg hohes Niveau bei Materialqualität und Verarbeitung. Ähnlich den Ceed-Modellen ist auch das Armaturenbrett auf den Fahrer zugeschnitten. Unterteilt ist es durch eine markante Trennlinie in die obere „Display-Zone“ und die untere „Bedienungs-Zone“. Die um 10 Grad zum Fahrer geneigte Zentralkonsole gewährleistet durch ihr ergonomisches Layout, dass sich alle Bedienelemente bequem betätigen lassen.

Als Fahrer wie Beifahrer genießt man dank sehr schlanker A- und C-Säulen einen guten Überblick auf die Fahrzeugumgebung Ob vorne oder hinten, man hat einen guten Überblick hat der Fahrer auch auf die Fahrzeugumgebung. Eine feine Sache ist das Navigationssystem, das u.a. über die Online-Dienste UVO Connect verfügt. Sie bieten neben Echtzeitinformationen auch die Möglichkeit, per Smartphone-App Daten mit dem Fahrzeug auszutauschen. Ausgestattet mit Premium-Soundsystem, LED-Scheinwerfern, elektrischer Heckklappe, Lederausstattung, elektrisch einstellbarer Vordersitze sowie einem breiten Spektrum an Assistenzsystemen von Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung über adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion bis Rundumsichtkamera, lässt der Wagen kaum Wünsche offen.

Das Fahrverhalten ist Kia-typisch sehr kultiviert. Das fein dosierte Fahrwerk hält die Unebenheiten der Fahrbahn von den Insassen entfernt . Bei raschen Lastwechseln fängt der Wagen an, leicht über die Vorderachse zu schieben. Dabei sorgt aber der 4WD-Antrieb dank Torque-Vectoring aber dafür, dass das SUV bei flotten Kurvenfahrt dennoch die Spur hält. Die Lenkung indes wünschen wir uns ein bisschen direkter. Erstaunlich, wie niedrig das Innengeräusch selbst bei flotter Fahrt ist. In Sachen Dämmung haben die Ingenieure ganze Arbeit geleistet. 

Unser Fazit nach 14 Tagen: Der Sportage 1.6 CRDi DCT7 AWD 136 PS weist im Vergleich zur deutschen Konkurrenz eine sehr viel umfangreichere und mindestens gleichwertige Ausstattung auf, ein sehr harmonisches Fahrverhalten und er bietet als schicker Crossover sehr gutes Platzangebot und, wichtig für Vielfahrer, ein höchst angenehmes Sitzgefühl. Ein unschlagbares Argument pro Kia ist die im Kaufpreis inbegriffene 7-Jahre-Herstellergarantie  und das 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update. Dass man für sein Geld viel Auto bekommt, merkt man spätestens beim Umstieg auf einen Kia. Quelle: DMM