Kia's XCeed ist auch für Geschäftskunden ein Leckerbissen

Es ist schon bemerkenswert, was Kia so alles auf die Räder stellt. Wir hatten nun Gelegenheit, das jüngste Modell der Südkoreaner fahren zu dürfen, den XCeed. Das ist ein todschicker kompakter Crossover mit coupéartigem Design. Allradantrieb aber ist nicht. Am 21. September feiert der Ceed-Familienzuwachs hier zu Lande Marktpremiere.

Kia's XCeed ist im Grunde genommen ein vollkommen neu entwickeltes Fahrzeug. Foto: GZ

Kia's XCeed ist im Grunde genommen ein vollkommen neu entwickeltes Fahrzeug. Fotos G. Zielonka

Den Kia XCeed kann man sich auch sehr gut im einen oder anderen Firmenfuhrpark vorstellen.

Den Kia XCeed kann man sich auch sehr gut im einen oder anderen Firmenfuhrpark vorstellen.

Das digitale Cockpit ist eine ganz feine und individuell konfigurierbare Sache.

Das digitale Cockpit ist eine ganz feine und individuell konfigurierbare Sache.

Nach dem Start der neuen Generation von Ceed und Ceed Sportswagon hat Kia zuletzt im Januar 2019 mit der Einführung des ProCeed, des ersten kompakten Shooting Brake eines Volumenherstellers, viel Aufsehen erregt. Nun folgt mit dem XCeed eine vierte, ebenfalls neuartige Karosserievariante. Im Grunde genommen handelt es sich aber um ein bis auf die beiden Vordertüren vollständig neu entwickeltes Fahrzeug, was die Karosserie und manch anderes betrifft.

Technologisch befindet sich der Ceed mit dem X auf Topniveau. Kunden können unter fünf effizienten Benzinern und Dieseln wählen. Anfang 2020 schieben die Koreaner noch einen Plug-in-Hybrid hinterher, sich auch eine hoch interessante Antriebsversion. Der XCeed ist in unseren Augen die attraktivste Varianten unter den vier Karosserievarianten. Und wir denken, dass der Crossover auch bei gewerblichen Kunden viele Freunde finden wird.

Mit seiner coupéartigen Dachlinie, der bulligen Heckansicht, der großen Bodenfreiheit (18,4 cm) und der erhöhten Front hebt sich der 4,40 m lange XCeed deutlich von seinen Schwestermodellen ab. Um den "X" als den „Neuen“ zu erkennen, haben die Designer ihm einen neuen Gesichtsausdruck verliehen mit geänderten Scheinwerfern, einem größeren unteren Lufteinlass und einem geänderten schmaleren Grill.

Während der Radstand dem des Ceed entspricht (2,65 m), wurden die Karosserieüberhänge vorn und hinten verlängert. Im modernen, hochwertigen Interieur genießen sowohl Fahrer und Beifahrer als auch die Fondpassagiere viel Kopf-, Bein- und Schulterfreiheit. Die erhöhte Sitzposition (+ 42 mm gegenüber Ceed) macht das Ein- und Aussteigen zudem sehr bequem. Der 426 Liter fassende Gepäckraum (+ 31 Liter gegenüber Ceed) hat einen in der Höhe verstellbaren Boden und lässt sich durch die dreigeteilte Rücksitzbank (40:20:40, ausstattungsabhängig) äußerst variabel auf bis zu 1.378 Liter erweitern.

Wie auch der fünftürige Ceed bzw. SW wird der kompakte Crossover in den vier Ausstattungsvarianten Edition 7, Vision, Spirit und Platinum angeboten. Dabei bietet bereits das Grundmodell Titan Ausstattungsfeatures wie etwa Voll-LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, Tempomat, Leichtmetallräder und das komplette Sicherheitspaket inkl. autonomem Notbremsassistent serienmäßig. Überhaupt ist der XCeed bereits in der Basis besser ausgestattet als die reguläre Ceed-Variante.

Mit dem neuen 12,3-Zoll-HD-Display feiert im Cockpit des XCeed Platin das erste volldigitale Kombiinstrument von Kia Premiere. Es bietet eine gestochen scharfe Grafik. Der Fahrer kann sich individuell die Details ins Blickfeld holen, wie er sie sich vorstellt. Eine weitere Neuerung ist das 10,25-Zoll-Navigationssystem (ab Gold), das Bluetooth-Mehrfachverbindungen ermöglicht und dessen Bildschirm sich per Split-Screen-Funktion unterteilen lässt.

Der Wagen ist aus unserer Sicht absolut alltagstauglich. Die Sitze sind sehr gut auch für lange Streckengeeignet, Bein- und Kniefreiheit ist auch im Fond genügend vorhanden. Das Einsteigen ist dank der 4,2 cm Höherlegung einfach als bei den Geschwistern, was den Wohlfühlfaktor merklich anhebt. Benziner wie Diesel laufen ungemein sanft. Die Lenkung ist sehr direkt, das Fahrwerk bietet hohen Fahrkomfort. Auch die Akustiker haben gute Arbeit geleistet.

Das Motorenangebot entspricht weitgehend den Geschwistern: Die Antriebsaggregate-Palette umfasst drei Benziner und zwei Diesel mit einem Leistungsspektrum von 84 bis 150 kW (115 bis 204 PS), die alle der Abgasnorm Euro 6d-Temp entsprechen. Im Detail: 3 Turbobenziner 1.0 T-GDI, 1.4 T-GDI und 1.6 T-GDI sowie zwei Dieselaggregate 1.6 CRDi 115 und 1.6 CDRi 136 mit 85 bzw. 150 kW Leistung. Neben dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe wird für die drei leistungsstärksten Motorisierungen optional ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe (DCT7) mit Sport-Modus angeboten. Der schnellste XCeed ist der 150 kW (204 PS) starke 1.6 T-GDI mit DCT7, der in 7,5 Sekunden auf Tempo 100 km/h sprintet (Spitze: 220 km/h).

Gespannt sind wir schon auf dem Plug-in-Hybriden, der fürs Frühjahr 2020 angekündigt ist. Er bekommt einen 1,6l-Benziner plus 44,5 kW starken E-Motor und eine 8,9 kWh-Lithium-Ionen-Batterie. Die Gesamtleistung wird 104 kW (141 PS) betragen. Die rein elektrische Fahrleistung soll bis zu 60 km reichen.

Trotz der größeren Bodenfreiheit bietet der Crossover mehr Fahrspaß als konventionelle Familien-SUVs. Dazu tragen die kompakteren Außenmaße, der tiefere Schwerpunkt, das geringere Gewicht und das speziell abgestimmte Fahrwerk entscheidend bei, sagt der Importeur.

Als eines der ersten Kia-Modelle in Europa ist der XCeed mit den neuen Onlinediensten UVO-Connect erhältlich. Sie liefern dem Fahrer umfangreiche Informationen rund um seinen Wagen und bieten Fernbedienungsfunktionen und Diagnosedaten. U.a. kann man damit seinen Wagen auch orten, falls man den mal in einer Großstadt oder Parkpalette unter Tausenden von Fahrzeugen abgestellt hat und nicht mehr weiß, wo genau das war. Die UVO-App gibt’s für Apple und Android-Smartphones. UVO Connect wird in Kombination mit dem 10,25“-Kartennavi angeboten und ist Serie bei den beiden Vollausstattungsversionen.

Zur Markteinführung ist laut Deutschlandchef Steffen Cost eine Launch Edition mit exklusivem Innendesign und Vollausstattung erhältlich. Bereit die Einstiegsversion kommt mit LED-Scheinwerfern, 16“-LM-Felgen und einer Reihe von Assistenzsystemen. Voll ausgestattet ist die Top-Version Platinum Edition. Übrigens ist von den 12 Karosserielackierungen der Farbton Quantumgelb ausschließlich dem XCeed vorbehalten.

Wie alle Ceed-Modelle wird der in Deutschland designte und entwickelte Crossover in der Slowakei produziert. Er ist ausgestattet mit der bekannten 7-Jahre-Hersteller-Garantie. Nicht minder interessant für die geschäftliche Klientel ist das kostenfreie 7-Jahre-Navigationskarten-Update für werksseitig fest installierte Navis.

Wir empfehlen den Griff zur Launch Edition (Netto-Preis  € 26.378) bzw. zur Ausstattung Platinum (netto € 28.268), weil man sich dann keine Gedanken um Zusatzausstattungen machen muss. Die Einstiegsversion Editon ist ab netto € 17.975 zu haben. Quelle: DMM / Kia