Klimaticket braucht Nachbesserung

Die Arbeiterkammer Oberösterreich begrüßt das Klimaticket als Beitrag zur Ökologisierung des Verkehrs. Aber wegen der teils schlechten Anbindung vieler Menschen im ländlichen Raum an den Öffentlichen Verkehr können sie es kaum nutzen. Daher muss dem Klimaticket unverzüglich ein groß angelegtes Ausbauprogramm für den ÖPNV folgen, fordert die Arbeiterkammer Oberösterreich.

„Und auch bei der Übersichtlichkeit des Tarifsystems und den Ermäßigungen für Familien, Senioren/-innen oder Studierenden muss noch nachgebessert werden“, sagt der Präsident der gesetzliche Interessenvertretung der Arbeitnehmer in Österreich. In der Hektik vor Einführung des Klimatickets ist ein preislicher Wildwuchs entstanden, der das Tarifsystem sehr unübersichtlich macht. Notwendig ist daher eine baldige Überarbeitung der Ticketpreise mit dem Ziel einer deutlichen österreichweiten Vereinfachung.

Das größte Manko sieht die Arbeiterkammer aber darin, dass das Klimaticket nur jenen Menschen mehr klimafreundliche Mobilität bietet, deren Wohnsitze schon jetzt mit Bus oder Bahn gut erreichbar sind. Das ist in großen Teilen Österreichs, insbesondere im ländlichen Raum, noch nicht der Fall. Diese Regionen und Gemeinden müssen schnellstmöglich mit öffentlichen Mikro-Verkehren (etwa durch Kleinbusse) erschlossen und in ein großzügig getaktetes öffentlichen Verkehrssystem integriert werden. Deren Nutzung muss selbstverständlich ebenfalls mit dem Klimaticket möglich sein. Quelle: Arbeiterkammer Oberösterreich / DMM