Kosten von S21 schon bei 11,3 Mrd.?

Die Kosten für das Milliarden-Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 laufen offensichtlich noch schlimmer aus dem Ruder als befürchtet. Nun muss der DB-Aufsichtsrat über den nächsten Kostensprung von Stuttgart21 auf möglicherweise 11,3 Mrd. Euro beraten. Und das nachdem der Bahnvorstand erst im Januar 2018 die ultimative Obergrenze mit großzügigem Puffer bei 8,2 Mrd.€ gezogen hatte.

S21 entwickelt sich immer mehr zu dem Investitionsmonster, vor dem Kritiker seit Jahren warnen. Es sabotiert mit seinen Engpässen und mit der Monopolisierung öffentlicher Mittel die Wende in der Bahnpolitik und konterkariert mit gigantischen Betonverbräuchen und mit Verkehrsverlagerungen von der Schiene auf die Straße jede ernst gemeinte Klimapolitik.

Dass die DB geradezu schicksalhaft gezwungen sei, das Projekt zu Ende zu führen, widerlegt ein Rechtsgutachten des Passauer Öffentlich-Rechtlers Prof. Urs Kramer, das am Mittwoch Mittag (27. März 2019) Bundeskanzleramtsminister Helge Braun übergeben werden soll. Auch schulde die Bahn den Projektpartnern im Falle des Ausstiegs aus S21 keine 7 Mrd. Euro  Schadensersatz, wie immer behauptet. Die Bahn könne umgekehrt auch keine Mehrkosten auf die Projektpartner abwälzen, so der Gutachter. Quelle: Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 / DMM