Lufthansa-Gruppe: Freie Nebenplätze buchbar

Da es auch im Flugzeug keine Sicherheit von Ansteckung mit dem Coronavirus gibt, wie Wissenschaftler sagen, bieten auch die Airlines der Lufthansa-Gruppe an, einen freien Nebensitz kaufen zu können, um damit dem social distancing Rechnung zu tragen.

 

Während die US-Carrier von Anfang an den Mittelstitz freihielten, was selbstverständlich für die Passagiere kostenfrei war, dachten die europäischen Luftfahrtunternehmen nicht daran, für mehr Abstand und damit mehr Sicherheit ihrer Kunden zu garantieren. Der Kapazitäts- und  damit verbundene Umsatzrückgang war für sie nicht tragbar. Inzwischen aber wird von einer „sales proposition“ gesprochen. Wenn ein Fluggast einen freien Sitz haben möchte, soll er den bezahlen. Vor allem Geschäftsreisende wären dazu bereit.

Nun ist es ja die Möglichkeit, einen Zweitsitz zu reservieren, nicht grundsätzlich neu. Wegen der wieder stark ansteigenden Ansteckungszahlen steigt das Bedürfnis für reservierbare leerbleibende Sitze. Die Airlines der Lufthansa Group weisen explizit darauf hin, dass Passagiere den angrenzenden Sitzplatz als zusätzlichen Sitzplatz (EXST) reservieren können, damit dieser garantiert leer bleibt. Der Vorteil: Wer online einfach einen zweiten Sitz bucht, was ja möglich ist, bezahlt den vollen Preis dafür. Mit der Sonderoption aber nicht. Denn der Preis für die EXST wird entsprechend Angebot und Nachfrage berechnet. Passagierbezogene Steuern und Gebühren fallen nicht an. Zwar ist der Preis für den Leersitz in jedem Fall günstiger als der normale Sitzpreis, aber eben auch kein Fixpreis. Die EXST muss in einem Ticket ausgestellt werden. Der Tarif wird in der Tarifberechnungsverarbeitung als Q-Zuschlag angezeigt. Aber Achtung: Unternehmenstarife oder TO-Tarife können nicht für die EXST verwendet werden.

Es ist derzeit nicht möglich, eine EXST über direkte Vertriebskanäle zu buchen (Direct NDC API von Lufthansa Group Airlines, Farelogix/SPRK und lhgroup-agent.com). Bei Fragen sollen sich die Vertriebsstellen deshalb an den Lufthansa Group Agency Support wenden. Quelle: Lufthansa / DMM