Lufthansa investiert in neues Servicekonzept auf Langstrecken

Mehr als 70 Millionen Euro investiert die Lufthansa in ein neues Bordkonzept für ihre Langstreckenflüge. Der Konzern überarbeitet Service und Angebot in allen Reiseklassen.

Lufthansa investiert über 70 Millionen Euro in ein neues Servicekonzept für Langstreckenflüge und passt das Bordangebot in allen Klassen an. Foto: gordzam - stock.adobe.com

Mit dem Programm „Future Onboard Experience“ setzt die Lufthansa auf eine umfassende Neugestaltung der Serviceelemente an Bord ihrer Langstreckenflugzeuge.

Neues Bordkonzept für alle Reiseklassen

Mit dem Konzept FOX, kurz für „Future Onboard Experience“, habe die Lufthansa sämtliche Serviceelemente in allen Reiseklassen überarbeitet, teilte das Unternehmen in Frankfurt mit. Es handle sich um eine der größten Investitionen in das Kundenerlebnis an Bord in der Geschichte der Airline. Jens Ritter, Chef der Lufthansa Airlines, sagte: „Dafür investieren wir dieses Jahr mehr als 70 Millionen Euro in den Service in allen Klassen.“

In der Business Class sollen neue Menüs eingeführt werden. Zudem könnten Passagiere ihre zweite Mahlzeit auf Langstreckenflügen künftig flexibel bestellen. In der Premium Economy Class werde das Getränkesortiment erweitert, außerdem solle der Getränkeservice häufiger angeboten werden. In der Economy Class plane die Lufthansa unter anderem ein Set mit Schlafmaske und Ohreinsätzen. Auf Flügen mit einer Dauer von mehr als zehn Stunden sollen dort künftig drei warme Hauptgerichte zur Auswahl stehen statt bisher zwei. Zusätzlich werde in allen Klassen neues Geschirr eingeführt.

Investition vor dem Hintergrund schwieriger Rahmenbedingungen

Die Ankündigung erfolgt in einer Phase, in der die Lufthansa mit mehreren Belastungsfaktoren konfrontiert ist. Nach Beginn des Iran-Kriegs habe sich der Kerosinpreis mehr als verdoppelt, zudem warnen Experten vor möglichen Engpässen im Sommer. Im April eskalierten zudem Streiks von Piloten und Flugbegleitern, die den Flugbetrieb beeinträchtigten. Eine Lösung der Tarifkonflikte steht weiterhin aus.

Parallel hatte der Konzern zuletzt auch Änderungen auf Kurz- und Mittelstrecken bekanntgegeben. Dort wurde die bislang kostenfreie Mitnahme eines kleinen Kabinenkoffers gestrichen. In allen Airlines der Gruppe soll ein neuer Einstiegstarif „economy basic“ gelten, der lediglich einen persönlichen Gegenstand wie eine Laptop-Tasche oder einen Rucksack umfasst. Damit bewege sich das Angebot auf dem Niveau anderer großer Netzwerkairlines sowie von Billigfluggesellschaften. (dpa)