Lufthansa treibt Ita-Übernahme weiter voran

Die Lufthansa will ihren Anteil an Ita deutlich erhöhen und setzt auf Integration. Gleichzeitig belasten Tarifkonflikte und Umstrukturierungen den Konzern.

Lufthansa erhöht Anteil an Ita Airways und treibt Integration voran. Tarifkonflikte und Konzernumbau begleiten den Kurs. Foto: hectorchristiaen - stock.adobe.com

Die Lufthansa plant, ihren Anteil an der italienischen Airline Ita von derzeit 41 Prozent auf 90 Prozent auszubauen.

Mehrheitserwerb und Integration geplant

Konzernchef Carsten Spohr kündigte auf der Hauptversammlung an, die entsprechenden Optionen im Juni zu ziehen. Der Kaufpreis für die zweite Tranche liegt bei 325 Millionen Euro. Der Abschluss steht unter behördlichem Vorbehalt und wird für das erste Quartal 2027 erwartet. Die restlichen zehn Prozent kann Lufthansa ab 2028 übernehmen.

Die Integration ist bereits weit fortgeschritten. Spohr sagte: „Fluggäste erleben Ita Airways bereits heute als integrierten Teil der Lufthansa Group.“ Dazu zählen gemeinsame Buchungs- und Vertriebssysteme sowie das Vielfliegerprogramm.

Moderne Flotte und Konzernumbau

Mit Ita erweitert Lufthansa ihr europäisches Netzwerk. Die Airline betreibt 106 Flugzeuge mit einem Durchschnittsalter von 6,5 Jahren, rund 70 Prozent entsprechen neuesten Standards beim Kerosinverbrauch und CO₂-Ausstoß.

Parallel ist der Konzern mit internen Konflikten und Strukturmaßnahmen konfrontiert. Tarifstreitigkeiten mit Piloten und Flugbegleitern dauern an. Vor der Hauptversammlung protestierten Beschäftigte der eingestellten Regionaltochter Cityline. Eine Flugbegleiterin sagte: „Niemand weiß, wie es weitergeht.“

Die Integration von Ita ist Teil einer Strategie, bei der mehrere europäische Airlines mit eigenen Drehkreuzen unter einem Dach gebündelt werden. (dpa)