LVMH schnappt sich Belmond

Schon seit einigen Monaten stand das Hotel- und Freizeitunternehmen Belmond (Sitz in Hamilton auf den Bermudas) zum Verkauf. Nun will der in Paris ansässige Luxusgüterkonzern LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy) Belmond übernehmen. Zum Konzern gehören u.a. die Bulgari-Hotels.

Die börsennotierte LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE ist der weltweite Branchenführer der Luxusgüterindustrie, der Rechte an über 70 verschiedenen Marken hält, die weltweit in nahezu 4.000 Läden vertrieben werden. Der Konzern entstand im September 1987 durch die Fusion der Unternehmen Louis Vuitton und Moët Hennessy. Der Name des Konzerns setzt sich aus den Traditionsmarken Louis Vuitton (Koffer- und Taschenhersteller seit 1854), Moët et Chandon (Champagnerhersteller seit 1743) und Hennessy (Cognacproduzent seit 1765) zusammen. Moët und Hennessy hatten sich bereits 1971 zu Moët Hennessy zusammengeschlossen. 2011 übernahm LVMH den italienischen Konkurrenten Bulgari, 2012 den britischen Herren-Maßschneider Arny’s und den französischen Lederwarenhersteller Les Tanneries Roux, im Januar 2017 erwarb LVMH 80 % des Kölner Kofferherstellers Rimowa.

In den Verkaufsverhandlungen (betreffend Belmond), geleitet von den Banken Goldman Sachs und JPMorgan Chase setzte sich LVMH gegen Wettbewerber aus dem Private-Equity-Bereich durch. Den Aktionären werden 25 US-Dollar je Aktie geboten, heißt es in einer Mitteilung von LVMH.  ( teilte LVMH am Freitag in Paris mit. Die Übernahme der Hotelkette Belmond einschließlich deren Schuldenberg soll etwa 3,2 Mrd. USD kosten.

Belmond besitzt zum einen 35 Hotels, darunter weltbekannte Häuser wie das Cipriani in Venedig, das Reid's Palace auf Madeira, das Grand Hotel Europe in St. Petersburg oder das Copacabana Palace in Rio de Janeiro. Darüber hinaus gehören Belmond mehrere Luxuszüge, etwa der Venice Simplon Orient Express oder der Royal Scotsman. zum Portfolio gehören darüber hinaus Flusskreuzfahrtschiffe in Frankreich und Myanmar sowie ein Restaurant in Paris. Insgesamt ist Belmond in 24 Ländern tätig.

Mit der Übernahme von Belmond würde LVMH das eigene Hotelportfolio markant ausweiten. Aktuell besitzt LVMH im Hotelbereich bereits die Cheval Blanc Hotels in Paris, Courchevel, Saint-Barthélémy und auf den Malediven, dazu gehören auch die Bulgari-Hotels zum Konzern. Der Zusammenschluss unter einem Dach stärkt die Position von LVMH, schon jetzt größter Luxusgüterkonzern weltweit, auch im touristischen Bereich. Quele: LVMH / DMM