Maserati: Ghibli jetzt als Hybrid

Auch die sportliche FCA-Tochter Maserati kommt nicht umhin, umweltfreundlichere Antriebe in ihre Fahrzeuge einzubauen. Den Anfang macht als erster elektrifizierter Maserati der Ghibli Hybrid. Er spannt den Bogen zwischen den Verbrennungsmotoren der Vergangenheit, so der Importeur, und den Elektrokonzepten der Zukunft.

Mobilitätsmanager und Freiberufler können den Maserati Ghibli künftig auch als Hybrid-Limousine bestellen. Foto: Maserati

Mobilitätsmanager und Freiberufler können den Maserati Ghibli künftig auch als Hybrid-Limousine bestellen. Foto: Maserati

Die Maserati Interpretation des Hybridantriebs beruht auf der Idee, mehr Leistung bei zugleich weniger Verbrauch und geringeren Emissionen zu erreichen. Damit rückt der Ghibli Hybrid Kernwerte der Marke - Performance und komfortable Langstreckentauglichkeit - noch stärker in den Fokus. Dazu kombiniert er einen modernen Verbrennungsmotor mit zukunftsweisender Elektroantrieb. Der 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit MultiAir-Technologie nutzt ein 48-Volt-Hybridsystem, das eine Energierückgewinnung beim Verzögern ermöglicht. Zusammen ist der Antrieb 243 kW (330 PS) stark und macht den Ghibli Hybrid 255 km/h schnell. Der Wagen beschleunigt in 5,7 s von null auf 100 km/h. Damit erreicht der Ghibli Hybrid annähernd das Leistungsniveau des Ghibli 350-PS-V6-Motors, benötigt dazu aber 25 % weniger Kraftstoff. Und er besitzt durch den Elektro-Boost praktisch die gleiche Durchzugskraft wie der Ghibli Diesel.

Das 48-Volt-Hybridsystem von Maserati beruht auf vier Bausteinen: Riemen-Starter-Generator (RSG), Hochvoltbatterie, E-Verdichter und DC/DC-Wandler. Der RSG fungiert als Lichtmaschine und ermöglicht während der Verzögerungsphasen die Rückspeisung der freiwerdenden Energie und das Laden der Batterie. Diese speist ihrerseits den E-Verdichter des Motors, der seinerseits mit dem klassischen Turbolader zusammenarbeitet. Die Aufgabe des E-Verdichters besteht darin, den Turbolader bei der Leistungsentfaltung des Motors im unteren Drehzahlbereich zu unterstützen. Die Strategie des Hybridsystems ist dabei so ausgelegt, dass der E-Verdichter bei Bedarf über die Batterie oder den RSG stets zur Verfügung steht. 

Im Segment der Hybridlimousinen stellt die Kombination aus RSG und E-Verdichter eine einzigartige Lösung dar. Sie ermöglicht im Sport-Modus eine zusätzliche Aufladung in jedem Drehzahlbereich, um ein Leistungsplus abzurufen, während sie im Normal-Modus für ein ausgewogenes Verhältnis von Verbrauch und Leistung sorgt. Überdies verbessert sich beim Hybridmodell die ohnehin schon sehr ausgewogene Achslastverteilung des Ghibli, da die Batterie im Fahrzeugheck platziert ist. 

Neu im Ghibli Hybrid ist das Spracherkennungssystem von Tencent, mit dem Funktionen wie Klimatisierung, Fahrzeugeinstellungen und Navigation über einen virtuellen Bordassistenten gesteuert werden können. Neu ist zudem das Multimediasystem MIA (Maserati Intelligent Assistant), das das Betriebssystem Android Automotive nutzt. Das HD-Display wurde auf 10,1 Zoll im Verhältnis 16:10 vergrößert, während seine rahmenlose Optik für eine zeitgemäße, puristische Anmutung sorgt. Das Glas erhielt im oberen Displaybereich eine geschwungene Linienführung, so dass es weniger kantig erscheint und mehr Eleganz ausstrahlt.

Neu ist auch Maserati Connect. Der Dienst verbindet Fahrer, Fahrzeug und Umwelt mit einer digitalen Anwendung. Dank der permanenten Vernetzung weiß der Fahrer genau, ob ein Check seines Fahrzeugs fällig ist oder er kann ferngesteuert bestimmte Funktionen aktivieren. Maserati Connect bietet zudem auch eine größere Sicherheit in Pannenfällen und bei Fahrzeugdiebstahl. Per Smartphone, Smartwatch, Web-Anwendung oder virtueller Assistenten (Amazon Alexa oder Google Assist) kann der Fahrer mit seinem Fahrzeug stets in Kontakt bleiben. Der Ghibli Hybrid wird ab Herbst 2020 im Maserati Werk in Grugliasco bei Turin gefertigt. Quelle: Maserati / DMM