Massive Zunahme der Elektroautos im September

265.227 Pkw wurden laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) im September 2020 neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Plus von +8,4 %. Allerdings hatte der September 2020 einen Arbeitstag mehr. Die gewerblichen Zulassungen (63,9 %) stiegen gegenüber dem Vergleichsmonat um +3,5 %, die der privaten (36,0 %) um +18,3 %. In den ersten neun Monaten wurden damit gut 746.000 Neuzulassungen von Privatkunden gezählt, im Jahresverlauf bedeutet dies einen Rückgang um 23 %.

 

Immer mehr Elektroautos werden laut KBA deutschlandweit zugelassen. Foto: G. Zielonka

Immer mehr Elektroautos werden laut KBA deutschlandweit zugelassen. Foto: G. Zielonka

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 betrug der Rückgang 25 %, es wurden 2,04 Mio. Pkw neu zugelassen. Allein im dritten Quartal liegt das Minus bei 7 %. Damit befindet sich der Markt weiterhin auf dem niedrigsten Niveau seit der Wiedervereinigung.

Bei den deutschen Marken konnte Audi mit +42,4 % einen zweistelligen Zuwachs in der Neuzulassungsstatistik verzeichnen. Eine einstellige Steigerung in der Statistik wiesen die Marken Mini (+4,7 %), BMW und Mercedes (jeweils +1,9 %) sowie VW (+1,6 %) aus. Rückgänge zeigten sich bei Smart mit -41,2 Prozent am deutlichsten, gefolgt von Opel (-27,6 %), Porsche (-19,7 %) und Ford (-0,8 %). Den größten Anteil an den Neuzulassungen weist die Marke VW (15,2 %) auf.

Von den internationalen Marken wurden zwischen Januar bis September über 827.500 Pkw neu zugelassen. Der Marktanteil der VDIK-Mitglieder stieg in diesem Zeitraum auf über 40 % (Vorjahr: 39,1 %).

Bei den Importmarken wiesen Tesla (+82,7 %), Seat (+71,1 %), Subaru (+70,4 %), Alfa Romeo (+59,5 %) sowie Renault (+58,4 %) Zulassungssteigerungen von mehr als +50 % aus. Rückgänge von mehr als -20 % zeigten sich hingegen bei DS (-41,5 %), Ssangyong (-29,0 %) und Mazda (-24,7 %). Mit einem Neuzulassungsanteil von 6,8 % (+29,6 %) war Skoda die anteilsstärkste Importmarke in der Monatsbilanz.

Mit einem Anteil von 21,2 % waren die meisten Neuwagen dem Segment SUV zuzuordnen (+9,7 %). Die Kompaktklasse erreichte nach einer Steigerung um +5,7 % einen Anteil von 21,0 % und war damit das zweitstärkste Segment. Die Wohnmobile (2,0 %/+159,9 %) konnten im September die meisten Zugewinne verzeichnen, gefolgt von den Kleinwagen (16,8 %/+28,9 %) und den Utilities (4,6 %/+21,8 %). Die Segmente Oberklasse (0,6 %/+7,5 %), Geländewagen (10,0 %/+5,4 %) und Mittelklasse (9,7 %/+3,0 %) wiesen ebenfalls ein Zulassungsplus gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Mini-Vans (1,3 %/-46,8 %), Großraum-Vans (2,0 %/-19,6 %), Sportwagen (1,0 %/-12,1 %), Minis (6,0 %/-2,8 %) sowie Obere Mittelklasse (3,2 %/-0,6 %) hingegen lagen hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats.

Die alternativen Antriebsarten wiesen im Vergleich zum Vorjahresmonat teils dreistellige Zuwächse auf. 21.188 Elektro-Pkw wurden neu zugelassen (8,0 %/+260,3 %) sowie 54.036 Hybride (20,4 %/+185,2 %), darunter 20.127 Plug-ins (7,6 %/+463,5 %). Des Weiteren wurden 809 Flüssiggas-Pkw (0,3 %/+176,1 %) und 606 Erdgasfahrzeuge (0,2 %/+17,9 %) neu zugelassen. Die Neuzulassung von Benzinern ging um -17,6 % zurück, dennoch lag ihr Anteil mit 120.645 Neuwagen bei 45,5 %. 67.901 Pkw waren mit der Kraftstoffart Diesel ausgestattet. Nach einem Rückgang von -6,4 % erreichten Sie einen Anteil von nur noch 25,6 %. Insgesamt wurden zwischen Januar und September nur noch etwa  610.000 Diesel-Pkw neu zugelassen. Der Anteil von Pkw mit reinem Dieselantrieb ist damit auf unter 30 % gesunken (Vorjahreszeitraum: 32 %). Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging im September um -13,4 % zurück und lag bei 134,3 g/km. Quelle: KBA / VDIK / DMM