Mazda CX-30 - So was von attraktiv

Der neue Mazda CX-30 ist ein kompaktes Crossover-SUV, das eigentlich CX-4 hätte heißen können. Doch die Bezeichnung war schon anderweitig vergeben. So heißt das ungemein schicke Modell halt CX-30. Zu haben ist der Wagen ab 27./28. September 2019. Wir haben den Neuling gefahren. Und wir waren einmal mehr angetan von der wirklich sehr überzeugenden Verarbeitung, vom exzellenten Fahrkomfort und der Laufruhe insbesondere des Diesels.

Blitzsauberes Design, der neue Mazda CX-30. Foto: G. Zielonka

Blitzsauberes Design, der neue Mazda CX-30. Foto: G. Zielonka

Macht auch von hinten eine gute Figur, der neue Mazda CX-30 Foto: GZ

Macht auch von hinten eine gute Figur, der neue Mazda CX-30 Foto: GZ

Übersichtliches und intuitives Cockpit des neuen Mazda CX-30. Foto: Mazda

Übersichtliches und intuitives Cockpit des neuen Mazda CX-30. Foto: Mazda

Auf Geschäftsreise und für den Urlaub passt ins Heckabteil ordentlich was rein. Foto: Mazda

Auf Geschäftsreise und für den Urlaub passt ins Heckabteil ordentlich was rein. Foto: Mazda

Den CX-30 können wir uns auch recht gut als User-Chooser-Fahrzeug vorstellen; ein typisches Flottenfahrzeug ist er wie alle anderen Crossover scher nicht. Der Wagen, zu haben in zwei Ausstattungslinie Mazda CX-30 und Mazda CX-30 Selection Design,  gefällt auch deshalb, weil er sehr elegant gezeichnet ist und sehr überschaubare Abmessungen hat. Zudem ist er auch vergleichsweise praktisch. Der Kühlergrill in charakteristischer Flügelform ist schärfer und tiefer gezeichnet als bei den Geschwistern, die Heckklappe ist in schmaler Bogenform ausgeführt. Unverwechselbar ist die neue Lichtsignatur, LED-Blinksignale gehen in sequenzielle Impulse über.

Uns hat der Selbstzünder besser gefallen als der Zweiliter-Benziner. Anders als der Ottomotor ist er viel durchzugskräftiger, knausrig beim Verbrauch und so was von leise. Man glaubt nicht, einen Diesel unter der Haube zu haben. Der Otto machte auf uns einen etwas trägen Eindruck. Aber irgendwie ist das ja Geschmackssache. Dass sich der CX-30 beinahe wie eine moderne Limousine fährt, liegt u.a. an der guten Arbeit der Ingenieure, denen eine tolle Auslegung des Fahrwerks gelungen ist. Kaum merklich, der Fahrbahnzustand.

Auch das Interieur ist sehr ansprechend geraten, wie man es von den anderen Mazda-Geschwistern her kennt. Mit hochwertigen Materialien gestaltet bietet es echtes Wohlfühlambiente. Auf Wunsch gibt es Leder für die Sitze sowie an den Türen und am Armaturenträger. Auf den Fahrer zugeschnittener Cockpitbereich, übersichtliche klare Instrumentierung mit Rundinstrumenten und das zentrale mittig angeordnete 8,8“-Farbdisplay sind optisch und bedienmäßig bestens gelungen. Alles liegt gut im Blickfeld des Fahrers.

Das Display wird mit dem Multi Commander – Dreh-Drück-Steller – auf der ebenfalls neu gestalteten Mittelkonsole bedient. Er leitet den Nutzer intuitiv durch das Menü. Indes hatten wir beim Navi in Sachen Intuitivität ein paar Probleme: Die sprachliche Wegführung wollte einfach nicht klappen, obwohl wir nichts falsch gemacht hatten. Wohl ein elektronischer Defekt. Mittels Direktwahltasten mit Home-und Back-Button, Navi- und Radiozugang lässt sich die Menüwahl vereinfachen. Ganz klassisch erfolgt die Bedienung der Klimaeinheit über wenige Taster.

Was einen etwas erstaunt: Mazda gelingt, was Wettbewerber gegen oft teures Geld als Extras anbieten: Serienmäßig wichtige Features in den CX-30 zu packen. So sind an von Haus aus Bord:
•    ein attraktives Head-up-Display mit Frontscheiben-Projektion, kein Billigheimer, wie man es von anderen Herstellern leider hinnehmen muss.
•    das überarbeitete Konnektivitätssystem Mazda Connect, das noch mehr Sicherheit und Bedienfreundlichkeit bietet,
•    Voll-LED-Scheinwerfer,
•    adaptive Geschwindigkeitsregelung
•    Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung
•    Ausparkhilfe (RCTA), ein Berganfahrassistent
•    Müdigkeitserkennung
•    Verkehrszeichenerkennung,
•    Apple CarPlay und Android Auto zur Verbindung des Smartphones sowie ein Audiosystem mit DAB-Radio und acht Lautsprechern, das wirklich guten Sound bietet. U.a.m..

Das 430 Liter fassende Gepäckabteil ist nicht die Welt, aber es reicht gerade so, wenn man mal mehr mitzunehmen hat.

Antrieb. Die Motorenpalette des Mazda CX-30 besteht aus den neuesten Skyactiv Diesel- und Benzinmotoren, die sich jeweils mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe Skyactiv-MT oder der Sechsstufen-Automatik Skyactiv-Drive kombinieren lassen und schon jetzt die Abgasnorm Euro 6d erfüllen (Skyactiv-D: Euro 6d-TEMP). Spitzentriebwerk ist der neue Skyactiv-X Benzinmotor mit laut Hersteller „revolutionärem SPCCI-Brennverfahren“ (Spark Plug Controlled Compression Ignition), der die Vorteile eines konventionellen Benzinmotors mit der Effizienz eines Dieselmotors vereint. Der 132 kW/180 PS starke 2,0-Liter-Vierzylinder (Kraftstoffverbrauch 5,6-4,6 Liter je 100 km, CO2-Emissionen 128-105 g/km; NEFZ-Werte) ist der erste Serien-Benzinmotor, der die Verbrennung wie ein Dieseltriebwerk mittels Kompressionszündung einleitet. Der Zeitpunkt der Kompressionszündung wird dabei durch die für bestimmte Randbetriebszustände ohnehin nötige Zündkerze gesteuert. Das neuartige Brennverfahren ermöglicht laut seinen Entwicklern neben herausragender Effizienz auch beeindruckende Fahrleistungen.

Darüber hinaus stehen für den CX-30 der 2,0-Liter Skyactiv-G Benzinmotor mit 90 kW/122 PS (Kraftstoffverbrauch 6,0-5,1 Liter je 100 km, CO2-Emissionen 136-116 g/km; NEFZ-Werte) und der 1,8-Liter Skyactiv-D Dieselmotor mit 85 kW/116 PS (Kraftstoffverbrauch 5,0-4,4 Liter je 100 km, CO2-Emissionen 129-116 g/km; NEFZ-Werte) mit verbesserter Hochdruck-Einspritzung zur Verfügung. Der moderne Vierzylinder erzeugt dank niedrigen Verbrennungstemperaturen weniger NOX-Rohemissionen als herkömmliche Dieselmotoren und erreicht alleine mit einem NOX-Speicherkatalysator die Euro 6d-TEMP Abgasnorm inklusive RDE-Emissionstest unter realen Bedingungen.

Noch etwas zu den Skyactiv Benzinmotoren: Die sind serienmäßig mit dem neuen Mild Hybrid System Mazda M Hybrid ausgerüstet. Es nutzt die beim Verzögern gewonnene Energie, um den Verbrennungsmotor beim Beschleunigen zu unterstützen und Kraftstoff zu sparen. Für beide Benziner ist zudem das Allradsystem i-Activ AWD mit optimierter Drehmomentverteilung verfügbar, das Lenkverhalten und Fahrstabilität verbessert und dabei auch mit der weiterentwickelten Fahrdynamik-Regelung GVC zusammenarbeitet.

Der Leverkusener Importeur geht davon aus, vom CX-30 im laufenden Jahr noch 4.000 Einheiten verkaufen zu können. Im vollen Verkaufsjahr 2020 sollen es 16.000 Einheiten werden. 90 % davon sollen die höher ausgestattete Variante Selection sein. Nur etwa 10 % sollen die Diesel ausmachen. Allradantrieb werden voraussichtlich rund 32 % der Kunden ordern.

Gewerbliche Kunden dürfte die Wahl der Motorisierung vorläufig noch leicht fallen: Sie werden wohl zum Diesel greifen; denn der ist in Sachen Verbrauch dem Benziner überlegen und auch durchzugskräftiger. Und er ist fantastisch geräuschgedämmt. Aber wenn es den „Diesotto“ Skyactive-X-Aggregat gibt – Start wohl im November 2019 – könnte dieses möglicherweise bald die erste Geige spielen. Quelle: DMM / Mazda