Medizinische Schutzmasken im Verbandskasten sind Pflicht

Wichtig zu wissen für Mobilitätsmanager und Geschäftsreisende, die mit dem Dienst- oder Privatwagen unterwegs sind: Seit 01. Februar 2022 müssen im Verbandskasten des Geschäfts- wie Privatwagens auch zwei medizinische Masken mitgeführt werden. Eine gute Gelegenheit, um das vorhandene Verbandmaterial einem Check zu unterziehen.

Im Verbandskasten müssen seit 01. Februar 2022 zwei Medizinische Schutzmasken mitgeführt werden. Foto KS

Meist liegt der Verbandskasten mehr oder weniger vergessen im Kofferraum. Idealerweise wird er ja auch gar nicht erst benutzt. Doch um im Fall der Fälle schnell und effektiv Hilfe leisten zu können, ist er essenziell. Aus diesem Grund gilt es, den Erste-Hilfe-Kasten im Auto regelmäßig auf abgelaufenes Verbandmaterial zu überprüfen und entsprechend auszutauschen. Denn auch wenn Kompressen, Pflaster und Co. noch originalverpackt sind, haben Sterilmaterialien ein Verfallsdatum, da nach einer gewissen Zeit die Sterilität nicht mehr gegeben ist. Pflaster verlieren an Klebkraft und Einmalhandschuhe werden unter Umständen im Laufe der Zeit porös. Abgelaufenes ist auszutauschen, während etwa eine Verbandskastenschere oder eine Rettungsdecke weiter im Erste-Hilfe-Kasten verbleiben können.

Neu: Masken im Verbandskasten. Die Vorgaben, was in einem Kfz-Verbandskasten in Deutschland vorhanden sein muss, stammen vom Deutschen Institut für Normung (DIN). Entsprechend der Norm DIN 13164:2022, die laut Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) seit 01. Februar 2022 gilt, sind neu auch zwei medizinische Gesichtsmasken als zusätzlicher Hygieneschutz in den Verbandskasten aufzunehmen. Diese müssen mindestens Typ I DIN EN 14683 entsprechen und staubgeschützt verpackt sein. Darüber hinaus sieht die in diesem Jahr geänderte DIN den Wegfall eines von zwei Dreiecktüchern sowie des kleineren Verbandtuchs BR vor. Für die geänderte Norm gilt eine Übergangsfrist bis zum 31. Januar 2023. In der StVZO werden diese Neuerungen im Rahmen der nächsten Änderung in § 35h berücksichtigt werden.

Der Erste-Hilfe-Kasten: So ist er korrekt bestückt.
• 1 Heftpflaster DIN 13019 – A 500 x 2,5
• 4 Wundschnellverbände DIN 13019 – E 10 x 6
• 2 Fingerkuppenverbände DIN 13019 – 5 x 4
• 2 Fingerverbände DIN 13019 – 12 x 2
• 2 Pflasterstrips DIN 13019 – 7,2 x 1,9
• 4 Pflasterstrips DIN 13019 – 7,2 x 2,5
• 1 Verbandpäckchen DIN 13151 – K
• 2 Verbandpäckchen DIN 13151 – M
• 1 Verbandpäckchen DIN 13151 – G
• 1 Verbandtuch DIN 13152 – A
• 2 Fixierbinden DIN 61634 – FB 6
• 3 Fixierbinden DIN 61634 – FB 8
• 1 Rettungsdecke (Mindestmaße 2.100 mm x 1.600 mm, Mindestfoliendicke 12 μm)
• 6 Kompressen (100 ± 5) mm x (100 ± 5) mm
• 1 Dreiecktuch DIN 13168-D
• 1 Verbandskastenschere DIN 58279-A 145
• 4 medizinische Handschuhe zum einmaligen Gebrauch nach DIN EN 455-1, DIN EN 455-2 und DIN EN 455-3
• 2 Feuchttücher zur Reinigung unverletzter Haut
• 1 Erste-Hilfe-Broschüre
• 2 Gesichtsmasken, mindestens Typ I, nach DIN EN 14683
• 1 Inhaltsverzeichnis.

Quelle: Automobilclub KRAFTFAHRER-SCHUTZ / DMM