Mehr Platz und weniger Catering

Manchmal ist es nicht leicht, bei den Einsatzplanungen der Lufthansa den Durchblick zu behalten. Wir waren am Donnerstag, 20. Februar 2020 auf Geschäftsreise von Frankfurt nach Amsterdam. Sowohl auf dem morgendlichen Hinflug ab Frankfurt als auf dem abendlichen Rückflug kamen uns einige Vorkommnisse etwas spanisch vor.

Brausender Sturm und Regen in Amsterdam, im Lufthansa A320 LH 997 dann Flaute beim Catering. Foto: G. Zielonka

Brausender Sturm und Regen in Amsterdam, im Lufthansa A320 LH 997 dann Flaute beim Catering. Foto: G. Zielonka

Flug LH 986 Frankfurt-Amsterdam ab 7.05 Uhr wurde am Gate A21 aufgerufen. Mein Platz: 7D, ein Gang-Platz ziemlich weit vorne. Beim Auflegen meiner Smartphone-App spuckte der Scanner einen Zettel aus mit der Aufschrift, mein Sitzplatz wäre auf 21B geändert. Ein Mittelsitz? Das liebe ich im Allgemeinen etwas weniger. In der Kabine sagte mir dann eine nette Stewardess, das Flugzeug sei gewechselt worden, statt der geplanten A320 würde nun ein A321 fliegen. Ich dürfe mich aber hinsetzen auf jeden freien Platz, wo immer ich wolle. Und ob ich wollte. Gangplatz ist mir am liebsten. Nachdem das Boarding beendet, waren in meiner Reihe 21 tatsächlich alle drei Platze beidseits des Gangs besetzt. Vor und hinter mir aber waren jede Menge Gang- und Fensterplatze frei. Die Maschine war vielleicht zu 60 % ausgelastet. Klar, ich habe mich an einen der freien Gangplätze begeben. Warum mein Sitzplatz aber beim Boarding nach hinten verschoben worden war, konnte mir auch keiner so richtig erklären, zumal unser A321 ja noch jede Menge freier Sitze hatte. Klar, das Belegungsmuster hat mit dem Trim zu tun; aber dann müssten nachträgliche Änderungswünsche auch untersagt sein. Egal, ich hatte jedenfalls viel Platz.  

Am Abend, als wir bei fürchterlichem „Sauwetter“ in Schiphol unseren A320 (LH 997 Amsterdam-Frankfurt) betreten hatten, sah es dann schon voller aus. Der Jet startete trotz mächtiger Sturm- und Regenböen pünktlich gegen 18.40 Uhr. Anders als die Ankündigung der Flugbegleiterin, die Maschine sei ausgebucht, war sie das nicht. Ich hatte jedenfalls zwei Plätze für mich in Reihe 4. Dann aber: Als wir fest auf Reiseflughöhe waren die Durchsage, zwei Business Class-Passagiere und 40 der Economy könnten kein Essen bekommen, weil in Frankfurt zu wenig davon an Bord genommen worden wäre. Naja, mir selbst machte das nichts aus, da ich die berühmt-berüchtigten Sandwiches ohnehin nicht sonderlich mag. Aber vielleicht habe ich einen der betroffenen 40 glücklich gemacht. DMM