Mercedes hat genug vom Milliardengrab

Das Ende hat sich bereits seit Längerem angebahnt, doch nun, nach 25 Jahren, schaltet Mercedes die Fließbänder für den Kleinstwagen Smart ab. Der Smart bescherte den Stuttgartern Verluste in Milliarden-Höhe.

Der schwäbische Autobauer hat tatsächlich ein Viertel Jahrhundert gebraucht um zu erkennen, dass der Smart ein Flop ohnegleichen war. Einst entwickelt, um die Autowelt zu verändern, entpuppte sich der Kleine als Milliardengrab. Im März lief der letzte der Smart als Coupé und Cabrio vom Band. Ersetzt wird der kleine Stadtflitzer durch einen Geländewagen.

„Planungsgemäß wird die Produktion der aktuellen Zweisitzermodelle Smart EQ Fortwo Coupé und Cabrio bis Ende März 2024 auslaufen“, sagte eine Unternehmenssprecherin vor einiger Zeit. Dabei sollte sollte der Smart die gesamte Autobranche wachrüttelt. Geplant hat Mercedes den kleinen Zweisitzer, als er erstmals im Jahr 1998 vom Band rollte, als reines E-Auto. Doch daraus wurde zunächst nichts. Der Smart als Stromer blieb zwar kein Traum, doch bis heute waren die meisten Modelle Verbrenner. 

Für viele war der Smart das Stadtauto schlechthin. Superkompakt, sparsam und auch als Zweitwagen gerade noch erschwinglich – zumindest als Gebrauchter. Doch Mercedes hat den Smart längst neu erfunden. Aus dem Verbrenner wurde ein E-Auto, aus dem kompakten Zweisitzer ein SUV. Als Mercedes den Smart#1 im April vor zwei Jahren vorgestellt hat, feierte sich der Autobauer selbst dafür. Mit Slogans wie „Die Mobilität von heute: Sie bringt Menschen zusammen, verbindet Ideen und Kulturen und ermöglicht eine Vielzahl gemeinsamer Erfahrungen“ sagt man viel, ohne wirklich viel zu sagen.

Vorbei sind die Zeiten, in denen einem Stadtauto wie dem ersten Smart eine Motorleistung von 45 PS genügte. Wer sich für den smarten SUV-Stromer entscheidet, fährt also mit 270 PS auf den Straßen. Und das mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Doch das E-Auto ist nicht günstig. Mercedes verlangt mindestens gut 37.000 Euro für den kompakten SUV. Wer es eine Nummer größer haben möchte, bekommt für 1.000 Euro mehr den Smart#3, einen etwas geräumigeren SUV. Quelle: DMM