Millionenschaden am Flughafen Zürich

Nach einem Vorfall am 03. Dezember 2021 in der Schallschutzhalle am Flughafen Zürich ist die Lärmschutzeinrichtung für mehrere Monate außer Betrieb und muss aufwändig saniert werden. Triebwerkstandläufe müssen während dieser Zeit im Freien stattfinden. Die Meldung klingt ziemlich harmlos, tatsächlich handelte es sich bei dem „Vorfall“ um einen riesigen Schaden, entstanden beim Triebwerksstandlauf einer Swiss Triplseseven 777-300ER.

Millionenschaden an der Schallschutzhalle des Flughafens Zürich nach einem Triebwerksstandtext einer B 777-300 ER der SWISS. Foto: ZUE

Anwohner des Flughafens wunderten sich am 03. Dezember 2021 über jede Menge Isoliemmetarial, das in ihren Vorgärten gelandet war. Das Isoliermaterial war aus den Innenwänden der Schallschutzhalle herausgerissen und durchs Dach ins Freie geschleudert worden. Die Analysen zur Ursache laufen. Ebenfalls läuft die Planung der Instandsetzung auf Hochtouren, um die Schallschutzhalle möglichst rasch wieder in Betrieb nehmen zu können.

Trotzdem wird die Instandstellung der Halle mehrere Monate dauern, da eine große Fläche der schallabsorbierenden Konstruktion zerstört wurde. Aufgrund der Erkenntnisse aus der Untersuchung durch Ingenieure werden anschließend die defekten Teile neu konstruiert und schlussendlich montiert.

In dieser Zeit müssen Triebwerkstandläufe im Freien durchgeführt werden. Die Flughafen Zürich AG tut ihr Mögliches, damit geplante Standläufe tagsüber erfolgen. Unplanmäßige Standläufe werden in Ausnahmefällen auch in den Nachtstunden nötig sein. Die Flughafen Zürich AG bittet um Verständnis für die zusätzlichen Lärmimmissionen.
Wann genau die Schallschutzhalle wieder zur Verfügung stehen wird, ist noch unklar und hängt vom Verlauf der Untersuchung, der Neukonstruktion und der Materialbeschaffung ab.

Die Schallschutzhalle am Flughafen Zürich wurde 2014 gebaut. Es gibt weltweit nur wenige in dieser Form. Sie wurde aus dem Lärmfonds finanziert und dient dazu, die Anrainer vor Lärmimmissionen durch Triebwerkstandläufe zu schützen. Quelle: Flughafen Zürich / DMM