Mobilitätsdrehscheibe für Bregenz

Die österreichische Vorarlberg-Metropole Bregenz bekommt eine neue Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof. In einer Grundsatzvereinbarung haben sich die ÖBB-Infrastruktur AG, das Land Vorarlberg und die Landeshauptstadt Bregenz auf das Vorhaben verständigt. Wenn alle Voraussetzungen vorliegen, kann mit den umfangreichen Modernisierungsarbeiten 2021 begonnen werden.

Modell des künftigen Bregenzer Bahnhofs. Foto ÖBB

Modell des künftigen Bregenzer Bahnhofs. Foto ÖBB

Bahnhöfe sind der nachhaltige erste Eindruck für die Nutzer des öffentlichen Verkehrs. Als zentrale Drehscheibe sind sie eine der wichtigen Säulen zum bequemen Umstieg auf Bus und Bahn und damit auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität. Um auch künftig noch mehr Menschen von den Vorteilen der umweltfreundlichen Bahn zu überzeugen, werden in Vorarlberg bis zum Jahr 2030 insgesamt neun Bahnhöfe bzw. Haltestellen modernisiert. Dazu wird u.a. die Ausstattung verbessert, die Barrierefreiheit hergestellt, Bike & Ride Stellplätze erweitert oder auch die Vorplätze der Bahnhöfe umgestaltet.

Als einer der Meilensteine gilt der Neubau des Bahnhofes Bregenz. In der Vorarlberger Landeshauptstadt soll als Teil des Stadterneuerungskonzeptes auf Grundflächen rund um den Bahnhof Bregenz (Seequartier) eine moderne und zukunftsweisende Mobilitätsdrehscheibe als attraktives Eingangstor zum öffentlichen Verkehr entstehen. „Nach über zehnjähriger Planung von ÖBB, Land und Stadt stellt die gemeinsame Finanzierung den entscheidenden Schritt für einen neuen Bahnhof dar“, freut sich Bürgermeister Markus Linhart.

Gerhard Schnitzer, Leiter der Abteilung Straßenbau des Landes Vorarlberg: „Die Neugestaltung des Bahnhofs Bregenz samt neuem Busterminal in Verbindung mit den geplanten Verbauungen Seestadt und Seequartier wurden in verkehrlicher Hinsicht in einem aufwändigen Planungsprozess aufeinander abgestimmt und dabei auch die erforderlichen Anpassungen der Landesstraße L 202 definiert. Mit dem vorliegenden Projekt ist es gelungen, für alle Verkehrsarten gleichermaßen gute Voraussetzungen zu schaffen. Die abschnittsweise Umsetzung ist zeitlich auf die Verbauungsprojekte abzustimmen.“

Das Modernisierungskonzept für Bregenz umfasst zahlreiche Einzelmaßnahmen. So wird eine Fußgängerunterführung neu errichtet und die Bahnsteige attraktiviert und modernisiert.
•    Liftanlagen und Fahrtreppen stellen einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen sicher.
•    Ebenfalls modernisiert werden die Bahnsteigdächer inklusive Ausstattung.
•    Das Bahnhofsgebäude wird neu errichtet um den Zugang zur Bahn noch freundlicher zu gestalten.
•    Die Bike & Ride Anlage wird sowohl stadt- als auch seeseitig erweitert bzw. neu errichtet.
•    Die bestehende Fußgängerunterführung („Hypo-Unterführung“) wird attraktiv umgebaut und barrierefrei ausgeführt.
•    Die Gleisanlagen im Bahnhofsbereich werden erneuert.

Die Summe an Maßnahmen gewährleistet, dass der Bahnhof Bregenz zu einer modernen und zukunftsweisenden Mobilitätsdrehscheibe für den Nah- und Fernverkehr wird. Die Dauer für die Planungen wird rund ein Jahr in Anspruch nehmen. „Insgesamt rechnen wir mit einer Bauzeit von rund fünf Jahren“, so Franz Hammerschmid, Geschäftsbereichsleiter ÖBB-Infrastruktur AG. Die Kosten für das Projekt betragen rund 77 Mio. Euro und werden nach einem vereinbarten Kostenschlüssel von den Projektpartnern getragen. Quelle: ÖBB / DMM