Münchner Flughafen: Erdinger Ringschluss kommt gut voran

Das Projekt „Erdinger Ringschluss“, mit dem eine durchgehende Schienenverbindung von Freising über den Münchner Flughafen nach Erding geschaffen werden soll, hat ein weiteres Etappenziel erreicht: Die Bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Klaus Dieter Josel, unterzeichneten am Mitwoch, 29. Juli 2020, am Münchner Airport den Vertrag zur Realisierung und Finanzierung des Streckenabschnitts vom Flughafen bis nach Schwaigerloh.

 

Am Flughafen München wurde am Mitwoch, 29. Juli 2020, ein weiterer Schritt in Richtung Erdinger Ringschluss vollzogen. Der Freistaat Bayern und die DB unterzeichneten den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die Strecke vom Flughafen nach Schwaigerloh. V.l.: FMG-Chef Jost Lammers, Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und Hans-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn Bayern. Foto: FMG

Am Flughafen München wurde am Mitwoch, 29. Juli 2020, ein weiterer Schritt in Richtung Erdinger Ringschluss vollzogen. Der Freistaat Bayern und die DB unterzeichneten den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die Strecke vom Flughafen nach Schwaigerloh. V.l.: FMG-Chef Jost Lammers, Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und Hans-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn Bayern. Foto: FMG

Schon vor knapp zwei Jahren, am 05. September 2018, erfolgte am Münchner Flughafen der Spatenstich für den unterirdischen Teil der Strecke: den Bau des 1,8 km langen zweigleisigen Bahntunnels im Osten des Airports. „Bei dem Tunnelprojekt sind wir als Flughafenbetreiber in Vorleistung gegangen und tragen die dafür erforderlichen Investitionen in Höhe von rund 115 Millionen Euro aus eigener Kraft“, sagte Flughafenchef Jost Lammers bei der Unterschriftenzeremonie. Lammers weiter: „Während wir andere Bauvorhaben angesichts der enormen Folgelasten der Coronakrise zunächst nicht weiterverfolgen, haben wir die Tunnelverlängerung auch in den letzten Wochen und Monaten konsequent vorangetrieben und liegen hier voll im Zeit- und Kostenplan.“ Mitte des nächsten Jahres soll der Rohbau fertiggestellt werden – danach folgt die technische Ausstattung durch die Deutsche Bahn.

In dem Tunnel, dessen Gleise in etwa 10 m unter der Oberfläche liegen, werden die Züge überwiegend in Bereichen unterwegs sein, in denen über ihnen Flugzeuge rollen. Im Laufe der Bauarbeiten müssen mit etwa 33.000 Lkw-Fahrten rund 400.000 m3 Erde bewegt werden. In dem Bauwerk sind rund 150.000 m3 Beton verbaut, eine Menge, die 19.000 Betonmischer-Ladungen entspricht. Die Gesamtfläche der senkrechten Wände entspricht mit rund 60.000 m2 etwa fünf Fußballfeldern. Das Gewicht des verbauten Bewehrungsstahls beträgt 16.000 t, etwa das eineinhalbfache des Eiffelturms. Quelle: FMG / DMM