Nächste Pleite: Flybmi fliegt nicht mehr

British Midland Regional Limited, die als „flybmi“ operierte, hat am Samstag, 16. Februar 2019, auf ihrer Website die sofortige Einstellung aller Flüge verkündet. Der Airline ist das Geld ausgegangen. Das Unternehmen beschäftigte 376 Mitarbeitende in Großbritannien, Deutschland, Schweden und Belgien, die nun allesamt ihren Job verlieren.

Nächste Pleite: Flybmi bleibt seit 16. Fwebruar 2019 am Boden. Foto: wikimedia

Nächste Pleite: Flybmi bleibt seit 16. Fwebruar 2019 am Boden. Foto: wikimedia

Flybmi ist der Markenname der British Midland Regional Limited. Das Unternehmen war eine schottische Regionalfluggesellschaft mit Hauptsitz in Paisley am Flughafen Glasgow. Am 16. Februar 2019 meldete das Unternehmen Insolvenz an und stellte den Betrieb ein. Die Operationsbasis und der Leitstand der Fluggesellschaft befanden sich am Flughafen Aberdeen International. Die Haupt-Geschäftsstelle befand sich am East Midlands Airport in North West Leicestershire. Flybmi war bis Mai 2012 eine Tochtergesellschaft der British Midland Airways und operierte seither unter dem neuem Eigentümer Airline Investments Limited (AIL) eigenständig. Das Unternehmen trat früher als bmi regional auf.

Gründe für die Pleite gibt es diverse; am Wichtigsten scheint der nahende ungeordnete Brexit zu sein, aufgrund dessen die Airline sich keine Verträge für die Zeit nach dem EU-Austritt sichern konnte und - wie andere britische Airlines - auch nicht mehr am „Emissions Trading Scheme“ der EU partizipieren konnte. Als weitere Gründe werden höhere Treibstoffkosten und „allgemeine und bekannte Probleme in der europäischen Regionalluftfahrt“ benannt.

Passagiere werden nach dem üblichen Schema gebeten, sich für Hilfe an ihre Buchungsstelle oder Reiseversicherung zu wenden, oder - falls die Flüge direkt bei flybmi gebucht wurden, an ihren Kreditkartenanbieter. Rückzahlungsgarantien werden keine abgegeben.

Flybmi bediente mit 17 Embraer-Jets (3 ERJ 135 und 14 ERJ 145) ausschließlich Ziele innerhalb Europas. Und der Carrier war bei einigen Flügen ab deutschen Destinationen sogar mal als Operating Carrier auch. Codesharing-Partner der Lufthansa.

Zuletzt flog flybmi, welche ihre Zentrale am East Midlands Airport in England, ihre operative Basis jedoch in Aberdenn (Schottland) hatte, mit 17 Flugzeugen insgesamt 25 Ziele an: Aberdeen, Bristol, Bergamo, Brno, Derry, Düsseldorf, East Midlands, Esbjerg, Frankfurt, Hamburg, Jönköping, Karlstad, London-Stansted, Lublin, München, Newcastle, Norrköping, Nürnberg, Oslo, Paris Charles de Gaulle, Rostock/Laage, Saarbrücken und Stavanger. 2018 wurden auf 19'000 Flügen insgesamt 522'000 Passagiere befördert. Es bestanden Codeshare-Abkommen mit Lufthansa, Brussels Airlines, Turkish Airlines, Loganair, Air France und Air Dolomiti. Außerdem wurde ab Mai 2017 der Albrecht-Dürer-Flughafen Nürnberg sechs mal pro Woche von Birmingham aus angeflogen. Im Januar 2019 wurde die Verbindung zwischen dem Flughafen Stuttgart und dem Flughafen Rostock-Laage, noch bevor der Insolvenz der gesamten Fluggesellschaft im Februar desselben Jahres, aufgrund des bevorstehenden Brexits eingestellt. Quelle: Flybmi / DMM