Berliner Stadtbahn wieder leiser

Die Deutsche Bahn hat den Lärm, der von den S-Bahn-Zügen auf der Berliner Stadtbahn ausgeht, durch das Abschleifen der Schienen erheblich verringert.

Nach dem Einbau von neuen Schienen zwischen Zoologischer Garten, Friedrichstraße und Ostbahnhof im Juli und August des vergangenen Jahres, beschwerten sich Anwohner über lautes Quietschen. Daraufhin wurde die Lärmemission am Hansaviertel bei 80 S-Bahnen, die mit rund 54 km/h unterwegs waren, gemessen. Eine Spezialmaschine schliff die Schienen in den engen Gleisbögen am Hansaviertel und im Abschnitt Alexanderplatz–Hackescher Markt. Wie die DB mitteilte, waren danach im Gleis 1 vier Fünftel der 65 S-Bahn-Züge neun Dezibel leiser. Eine Minderung um zehn Dezibel wird als Halbierung des Lärms wahrgenommen. Im Gleis 2 wurde bei 80 Prozent der Zugfahrten der Lärm sogar um 23 Dezibel gemindert.

Mitte Februar werden die ausführlichen Ergebnisse der Messungen vorliegen. DB Netz wird diese Ergebnisse berücksichtigen und plant, zusätzliche Schienenschmiereinrichtungen einzubauen. Bislang sind 60 dieser Apparate an den Schienen der Stadtbahn im Einsatz. Neue Schienen haben vollkantige Schienenköpfe, einen sogenannten Abnutzungsvorrat. Im Zusammenspiel mit den engen Gleisbögen auf der Stadtbahn kommt es zu dem unangenehmen Kurvenquietschen. Quelle: DB AG / DMM