Neues Regierungsterminal am BER auf der Kippe

Am Hauptstadtflughafen BER, vor knapp 15 Monaten eröffnet, sollte kein neuer Regierungsterminal gebaut werden, findet FDP-Fraktionschef Christian Dürr. Er greift damit den Vorschlag von Bundesfinanzminister Christian Lindner auf.

Dürr sagte, er teile die Einschätzung von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Laut Lindner sollte allen angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage klar sein, dass ein neues Repräsentationsgebäude am BER keine Priorität haben kann. Gerade jetzt sollten die neue Bundesregierung auf Repräsentationsbauten verzichten und stattdessen an die Steuerzahler denken. Laut einem Sprecher des Auswärtigen Amts soll die Abstimmung über Ja oder Nein derzeit laufen. Ende Januar würden die Ergebnisse einer "Nutzwertanalyse" vorliegen, danach solle die Entscheidung über einen Bau fallen.

Im Grunde genommen braucht es auch kein neues Regierungsterminal. Denn am Berliner Großstadt-Airport ist bereits ein modernes Regierungsterminal vorhanden. Es war im Oktober 2020 mit einem Kostenaufwand von 70 Mio. Euro eröffnet worden. Von dort starten Regierungsmitglieder zu ihre Dienst- bzw. Geschäftsreisen.

Für den bisher geplanten endgültigen Regierungsflughafen wird früheren Angaben zufolge mit Kosten von rund 350 Mio. Euro gerechnet. Dagegen hatte sich mehrfach in der Vergangenheit die Flughafengesellschaft ausgesprochen. Denn dann würde Platz vor dem Fluggastterminal 5 des BER blockiert und so dessen Kapazität gesenkt. Quelle: FDP / DMM