Nissan arbeitet am autonomen Fahren

Der japanische Automobilhersteller Nissan beteiligt sich an ServCity – ein neues Projekt, das in den kommenden zweieinhalb Jahren erforscht, wie in Städten die neuesten Technologien für autonome Fahrzeuge genutzt und in das urbane Umfeld integriert werden können.

ServCity kombiniert Testsimulationen, Erfahrungsberichte und reale Feldversuche, um Hindernisse für das autonome Fahren zu identifizieren und abzubauen. Städte sollen das Potenzial künftiger Mobilitätslösungen erkennen und deren Einführung beschleunigen. Durch die Konzentration auf die drei Schlüsselbereiche Technologie, Menschen und Skalierbarkeit will das Projekt sicherstellen, dass die Erfahrung so intuitiv, integrativ und überzeugend wie möglich ist.

„Wenn die Gesellschaft in den Genuss selbstfahrender Fahrzeuge kommen soll, müssen wir sicherstellen, dass die Technik eine komplexe und lebendige moderne Stadt mit all ihren Hindernissen sicher meistert“, erklärt der britische Wirtschafts- und Industrieminister Nadhim Zahawi. „Dieses Projekt wird nicht nur dazu beitragen, autonome Fahrzeuge benutzerfreundlicher zu machen. Es steigert auch das Vertrauen der Nutzer, dass die Fahrzeuge den Straßenverkehr sicher bewältigen können.“

ServCity baut auf die im Rahmen des sogenannten HumanDrive-Projekts gewonnenen Erfahrungen auf: Im Februar 2020 ist ein Nissan LEAF über 370 km (230 Meilen) vollautonom durch Großbritannien gefahren – von Cranfield bis nach Sunderland. Der E-Autopionier musste dabei selbstständig komplexe Kreisverkehre oder Hochgeschwindigkeits- und Landstraßen ohne Straßenmarkierungen, weiße Linien oder Bordsteine meistern. Die gesammelten Daten und Erkenntnisse fließen nun in die neue Studie ein.

„Wir sind sehr stolz darauf, Teil des ServCity-Projekts zu sein, und freuen uns auf den vollelektrischen Nissan LEAF als Testfahrzeug“, erklärt Nissan Projektleiter Bob Bateman. „Die Nissan Vision der Intelligent Mobility strebt eine Zukunft an, die elektrisch, autonom und vernetzt ist. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den anderen Partnern von ServCity, um dieser Zukunft näher zu kommen.“

Wie bereits das „HumanDrive“-Projekt wird auch „ServCity“ über das Centre for Connected and Autonomous Vehicles (CCAV) der britischen Regierung und Innovate UK mit 100 Millionen Pfund (rund 109,7 Millionen Euro) finanziell unterstützt. Der Rest wird von den fünf Industriepartnern getragen, zu denen neben Nissan auch Connected Places Catapult, TRL, Hitachi und die Universität Nottingham gehören. Weitere Informationen zu ServCity und den beteiligten Organisationen unter www.servcity.co.ukQuelle: Nissan / DMM