Nissan zeigt Coupé-Crossover

Nissan schlägt mit dem ersten vollelektrischen Coupé-Crossover Ariya ein neues Kapitel auf. Der markant gezeichnete Stromer, der im Rahmen einer digitalen Veranstaltung in Yokohama enthüllt wurde, stellt einen großen Schritt im Transformationsplan Nissan NEXT dar.

Nissan bringt mit dem Ariya ein vollelektrisches Crossover-Coupé als zwei- und Allradler mit 63 und 87 kWh-Akku. Foto: Nissan.

Nissan bringt mit dem Ariya ein vollelektrisches Crossover-Coupé als zwei- und Allradler mit 63 und 87 kWh-Akku. Foto: Nissan.

„Wir haben den Nissan Ariya als Antwort auf die Wünsche und praktischen Bedürfnisse der Kunden von heute entwickelt“, erklärt Makoto Uchida, CEO von Nissan. In den kommenden  18 Monaten rollen weltweit zwölf neue Modelle auf den Markt. Bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2023 soll der Absatz elektrifizierter und vollelektrischer Modelle auf mehr als 1 Mio. Einheiten pro Jahr steigen. Parallel dazu will das Unternehmen autonome Antriebstechnik in über 20 Modellen in 20 Märkten anbieten und mehr als 1,5 Mio. entsprechend ausgestattete Fahrzeuge verkaufen.

Der Ariya, der auf einer neu entwickelten EV-Plattform der Allianz basiert, bietet eine kraftvolle Beschleunigung, ist dabei antriebstypisch aber nahezu lautlos unterwegs. Seine alltagstaugliche Reichweite beträgt bis zu 500 km nach WLTP. Im Interieur erwartet die Insassen eine entspannte, lounge-ähnliche Atmosphäre: Eine hochwertige Verarbeitung trifft auf moderne Konnektivität und Assistenzsysteme, die den Fahrer im Alltag unterstützen und entlasten. Noch komfortabler geht es im teilautomatisierten Fahrbetrieb zu. Zu haben ist das Modell mit Zwei- oder Vierradantrieb jeweils mit 63 bzw. 87 kWh-Akku. Die Frontgetriebenen Nodelle werden bei 160 km/h abgeriegelt, die Allradler bei 200 km/h.

Eigens für die elektrische Ära entwickelt wurde die Neuinterpretation des Kühlergrills. Unterhalb der glatten Oberfläche weist sie ein traditionelles japanisches 3D-Kumiko-Muster auf. So schützt der aerodynamische Frontschild die ProPILOT-Funktionen und andere Sensoren, ohne die Ästhetik zu beeinträchtigen. Prominent in der Mitte findet sich das neu gestaltete, aus 20 LED bestehende Markenlogo ,it dem Firmennamen in der Mitte. Der untere Teil des Frontschildes wird von einer subtilen Beleuchtung eingerahmt, die zusammen mit dem Logo erstrahlt, sobald der Ariya betriebs- und fahrbereit ist. Dünne LED-Scheinwerfer, die aus vier 20 mm-Miniprojektoren bestehen, werden mit sequenziellen Blinkern kombiniert und erneuern so das für Nissan typische V-Motion-Design.

Von der Seite betrachtet wirkt der Ariya dank seiner niedrigen, zum Heck abfallenden Dachlinie besonders aerodynamisch. Sportliche 19-Zoll-Leichtmetallfelgen im Fünfspeichen-Design (je nach Ausführung auch mit 20-Zoll-Pendants erhältlich) unterstreichen den dynamischen Charakter. Durchgängig horizontal zieht sich die Charakterlinie von der Front- bis zur Heckpartie. Letztere fällt markant von der stark geneigten C-Säule gleichmäßig ab. Die Rückleuchten verbinden sich zu einem Lichtband, das sich beim Parken verdunkelt, ansonsten aber bei Tag und Nacht eine gleichmäßig rot strahlende Signatur erzeugt.

Die im Fahrzeugboden integrierte Hochvoltbatterie und die schlanken „Zero-Gravity“-Sitze sorgen für beste Beinfreiheit und ermöglichen zugleich eine einfache Interaktion zwischen den Passagieren auf den Vorder- und Rücksitzen.

Fahrer und Beifahrer blicken auf ein minimalistisches Armaturenbrett, das sich nahtlos in das Gesamtdesign einfügt. Es kommt weitgehend ohne klassische Bedienknöpfe und -schalter aus. Im zentralen Bereich gibt es lediglich kapazitive haptische Schalter für die Klimaanlage, die bei Berührung durch Vibrationen das gleiche Gefühl wie mechanische Schalter vermitteln und erst bei eingeschaltetem Motor erscheinen. Unterhalb der Instrumententafel befindet sich eine innovative Aufbewahrungsbox mit einem ausklappbaren Tisch. Dadurch verwandelt sich das Cockpit auf Wunsch in ein mobiles Büro. Die verschiebbare Mittelkonsole lässt sich an die persönlichen Vorlieben des Fahrers anpassen und als Teil des Fahrerprofils speichern. Der perfekt in der Hand liegende Schalthebel mit haptischen Stufen ist bequem in Reichweite und ermöglicht so eine entspannte Fahrposition.

Auch die Fondpassagiere genießen viel Kopf- und Beinfreiheit. Dank des flachen Kabinenbodens können sie sogar die Beine übereinander schlagen – und dank der schmalen Vordersitze verstellt nichts den Panoramablick nach außen. Zusätzliches Licht strömt durch das Panoramadach ins Interieur.

4WD. Wer sich für den Allradantrieb entscheidet, bekommt einen Ariya mit zwei Motoren und dem „e-4ORCE“ genannten Allradsystem. Dessen Namensgebung verweist dabei auf den vollwertigen Elektroantrieb („e“), die physische Kraft und Energie des Stromers („4ORCE“ – ausgesprochen „FORCE“) und auf die Kraft der vier Räder („4“). „e-4ORCE“ stellt an allen vier Rädern sofortiges Drehmoment zur Verfügung, was Handling und Stabilität auf dem Niveau von Premium-Sportwagen ermöglicht. Hierfür haben sich die Ingenieure unter anderem die Erfahrungen mit dem Supersportwagen Nissan GT-R und dessen aktiver Drehmomentverteilung ATTESA E-TS sowie mit dem intelligenten 4X4-System des Nissan Patrol zunutze gemacht.

Der Ariya wurde um den Fahrer herum entwickelt. Das E-Crossover ist bestens vernetzt, informiert und unterhält während der Fahrt jederzeit zuverlässig und sicher. Verantwortlich ist unter anderem eine neue Mensch-Maschine-Schnittstelle. Schon vom Frühstückstisch aus lassen sich Batteriestatus und Co. überprüfen und abfragen. Mithilfe der NissanConnect Smartphone-App wird das Fahrzeug bereits temperiert, noch bevor der Fahrer einsteigt. Mit dem intelligenten Routenplaner lässt sich die Reise beim Morgenkaffee planen und er erinnert sogar an die rechtzeitige Abfahrt. Unter Berücksichtigung von Straßenverhältnissen und Verkehrsbedingungen werden außerdem alternative Routen vorgeschlagen.

Nähert sich der Fahrer dem Stromer, entriegeln die Türen automatisch. Scheinwerfer und Rückleuchten, aber auch das Markenemblem leuchten zur Begrüßung auf. Beim Öffnen der Türen setzt die Ambientebeleuchtung das komplette Interieur in Szene. Fahrersitz, Lenkrad und die verschiebbare Mittelkonsole fahren automatisch in Position, sie nutzen hierfür das im Fahrzeugschlüssel (Intelligent Key) gespeicherte Fahrerprofil. Haben alle Insassen Platz genommen und die Türen geschlossen, wird die Innenbeleuchtung gedimmt. Ein pulsierender Startknopf animiert den Fahrer zum Motorstart.

Als zentrales Bedien- und Informationselement dienen gleich zwei 12,3 Zoll große Displays: die Instrumentenanzeige direkt hinter dem Lenkrad und der zentrale Bildschirm daneben, die beide miteinander vernetzt sind. Durch ihre horizontale Anordnung lassen sich alle Informationen schnell verarbeiten – von grundlegenden Fahrzeugdaten über den Batteriestand und die Reichweite bis zu Entertainment und Navigation. Die Insassen können zwischen den Anzeigen „blättern“ und diese zur besseren Ablesbarkeit sogar zwischen den Displays verschieben. Das zusätzliche Head-up-Display – einer der größten Farbbildschirme in diesem Segment – liefert die wichtigsten Informationen direkt ins natürliche Blickfeld des Fahrers.

Viele Funktionen lassen sich auch gleich per Sprachbefehl steuern. Zu den intelligenten persönlichen Assistenzsystemen zählt eine hybride Nissan Spracherkennung mit natürlichem Sprachverständnis. Nach Aktivierung mit den Worten „Hallo Nisan“ oder „Hey Nissan“ können Insassen Fahrzeuginformationen abfragen und nach Sehenswürdigkeiten („Points of Interest“) entlang der Fahrtroute suchen. Auch die Musikwiedergabe und die Temperatureinstellung sind mittels Sprachbefehl möglich, ohne dass der Fahrer die Augen von der Straße nehmen muss. Die Technik ermöglicht eine normale Konversation, bei ungewöhnlichen Formulierungen hilft die integrierte mobile Internet-Verbindung (4G) weiter.

Als erstes Nissan Modell unterstützt der Ariya zudem drahtlose Firmware-Updates: Die im Fahrzeug eingesetzte Software lässt sich so automatisch und aus der Ferne aktualisieren – so ist das coupé-förmige Crossover-Modell jederzeit up-to-date. Hiervon profitieren nicht nur das Multimediasystem und die Klimatisierung. Auch die elektrische und elektronische Architektur sowie bestimmte Fahrwerks- und EV-Einstellungen können in Echtzeit angepasst werden, ohne dass ein Besuch im Autohaus erforderlich ist. Ein sogenanntes Dual-Bank-Speichersystem ermöglicht sogar Aktualisierungen während der Fahrt. Updates werden heruntergeladen und in einem der beiden Module gespeichert. Sobald der Download beendet ist, wechselt das System auf die neueste Version. So erfolgt die Aktualisierung bequem und schnell im Hintergrund.

E-Mobilität der nächsten Generation. Kunden können in Europa aus fünf Modellvarianten wählen. Das Einstiegsmodell Ariya 63 kWh mit einer 63-kWh-Batterie und Zweiradantrieb ist ideal für Berufspendler. Der Ariya 87 kWh fährt mit einem verbesserten Antriebsstrang und dank des auf 87 kWh erstarkten Hochvoltakkus mit zusätzlicher Reichweite vor. Der Einstiegs-Allrader Ariya 63 kWh e-4ORCE bietet reichlich Leistung und innovative Technologie: Zwei Elektromotoren und das Allradsystem e-4ORCE sichern eine ausgewogene Kraftentfaltung an allen vier Rädern. Der Ariya 87 kWh e-4ORCE kombiniert den Allradantrieb mit einer vergrößerten Reichweite. Komplettiert wird die Baureihe vom Ariya 87 kWh e-4ORCE Performance: Das Top-Modell verbindet mehr Leistung und ein kraftvolles Drehmoment, die Anhängelast klettert auf 1.500 kg.

Schnelles Nachladen garantiert in Europa das Combined Charging System CCS. Eine thermische Batteriekontrolle optimiert dabei kontinuierlich die Betriebstemperatur des flüssigkeitsgekühlten Akkus – und garantiert kurze Ladezeiten. Der Ariya verfügt zudem über ein Drei-Phasen-Ladegerät für das Laden mit bis zu 22 kW zu Hause oder an einer öffentlichen Säule. Praktisch vor allem auf längeren Reisen: DC-Schnellladungen sind mit bis zu 130 kW möglich. Quelle: Nissan / DMM