Norwegen verbietet ab 2025 den Verkauf aller Verbrennerautos

Elektrofahrzeuge werden in Norwegen immer beliebter: Fast jeder zweite verkaufte Wagen in dem nordischen Land hatte in 2019 einen Elektro-Antrieb. Anders als etwas Deutschland macht Norwegen bei der automobilen Technologiewende Nägel mit Köpfen. Schon in fünf Jahren dürfen keine Verbrenner mehr verkauft und neu zugelassen werden.

Vor allem Automobile des US-Herstellers Tesla kommen bei den Skandinaviern bestens an. Von allen 2019 in Norwegen neu zugelassenen Automobilen waren 42,4 % rein elektrische Fahrzeuge, meldet der norwegische Straßenverkehrsverband am Freitag, 03. Januar 2020. Vor sechs Jahren  hatte der Anteil der BEV‘s noch bei 5,5 % gelegen. Das reichste Land Europas hat in der Vergangenheit Elektroautos mit vielen Anreizsystemen gefördert. Seit 2012 gibt es ein Förderprogramm: Wer ein E-Auto kauft, spart 25 % Mehrwertsteuer, mehrere tausend Euro „Kaufsteuer“ (eine Spezialsteuer, die Autos dort extrem verteuert), jährliche Kfz-Steuer und vieles andere mehr. Das verteuert Verbrenner – und macht umgekehrt die E-Autos attraktiv. Ein neuer e-Golf kostete 2019 in Norwegen umgerechhnet 33 286 Euro, der billigste Benzin-Golf umgerechnet 34 076 Euro. Auch kostet Strom tanken in Norwegen Null!!!

Nun hat die Regierung die Ermäßigung der Firmenwagen-Steuer von 50 auf 40 %. reduziert. Für die Nutzung von Mautstraßen und Fähren sind schon seit einiger Zeit 50 % der üblichen Gebühren fällig. Bis 2018 zahlten E-Autos keine Parkgebühren, 2019 mussten fürs Parken 50 % der üblichen Tarife bezahlt werden.

Meist verkauftes Modell war das Tesla Model 3 gefolgt vom BMW i3. Unter allen Elektroautos macht das Model 3 13 % aus. Hersteller ohne vollelektrische Angebote waren 2019 beim Umsatz stark rückläufig.

Norwegen hat das Ziel ausgegeben, 2025 keine Fahrzeuge mehr mit fossilen Antrieben zuzulassen. Automobile mit Benzin- oder Dieselantrieb sowie Plug-in-Hybride sind von da an Geschichte und dürfen auch nicht mehr verkauft werden. Nach BMW will mit Volkswagen noch in diesem Jahr der zweite deutsche Autobauer mit dem neuen ID.3 den Wettbewerb im skandinavischen Land aufnehmen. Quelle: NRF / DMM