Ohne Ausweis kein Zutritt mehr zu Restaurants

Ohne der Bitte nachzukommen sich auszuweisen, kommt niemand mehr in das Andechser Bräustüberl der Klosterbrauerei. Auf der Website kündigt das Unternehmen in unübersehbarer roter Schrift an, dass zum einen aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Abstandsregelungen momentan keine Reservierungen möglich sind, zum anderen Schutzmasken und Personalausweis mitzubringen sind. Letzterer ist auf Bitten des Personals vorzuzeigen.

Corona-Bestuhlung bei der Andechser Klosterbräu hoch über dem Ammersee. Auf Bitten sollen Gäste sich ausweisen. Wer diese Verweigert, wird abgewiesen. Foto: Klosterbräu Andechs

Corona-Bestuhlung bei der Andechser Klosterbräu hoch über dem Ammersee. Auf Bitten sollen Gäste sich ausweisen. Wer diese Verweigert, wird abgewiesen. Foto: Klosterbräu Andechs

Weil es offensichtlich immer wieder Gäste gibt, insbesondere jüngere Leute, die beim Ausfüllen der Kontaktlisten schummeln, irgendwelche erfundene Namen und Adressen angeben, macht die Klosterbrauerei Nägel mit Köpfen und von ihrem Hausrecht Gebrauch. Dann nämlich, wenn ein Gast trotz der Bitte, seinen Ausweis vorzuzeigen, dieser Bitte nicht nachkommt. Offiziell gibt es natürlich keinen Zwang, sich beim Betreten des Gastronomiebetriebs auszuweisen, aber die Bitte. So wird das seit Wiederöffnung (18. Mai 2020) gehandhabt. Wer sich der Bitte verweigert, wird abgewiesen. Die meisten Gäste haben laut Pressesprecher Verständnis für die Maßnahme.

Das Andechser Bräustüberl mit Sitz hoch über dem Ammersee pflegt ganz bewusst seine jahrhundertealte Tradition als Pilgergaststätte. Seine Geschichte ist ebenso wechselvoll und facettenreich wie die des ganzen Heiligen Berges.

Die von den meisten Gästen nachvollziehbare Maßnahme hat einen triftigen Grund: Bei Falschangaben können im Ernstfall die Infektionsketten nicht nachverfolgt werden. Das Problem mit den Falschangaben scheint in der gesamten Bundesrepublik gang und gäbe zu sein. So bezeichnet z.B. Angela Inselkammer, Präsidentin des Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA, das Verhalten einiger Gäste als  unverantwortlich. Den Menschen, die betrügerische Angaben machen, fehlt es an der Ernsthaftigkeit im Umgang mit der Cornona-Pandemie.

Inzwischen ist auch die Politik auf das Problem mit den gefälschten Kontaktdaten aufmerksam geworden. In Berlin wird überlegt, ob es nicht doch eine generell Ausweispflicht beim Betreten von Restaurants geben muss. Info: http://andechs.de/gastronomie/braeustueberl/Quelle: Klosterbräu Andechs / Dehoga / DMM