Orkan braust heran: Verkehr zu Land und in der Luft in Gefahr

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Sturmböen ab Sonntag, die insbesondere den Südwesten und Westen Deutschlands betreffen. Da die Gefahr durch herabstürzende Äste und umknickende Bäume für den Schienenverkehr ein Risiko darstellt, ist nicht auszuschließen, dass der Zugverkehr vereinzelt bis großflächig und kurzfristig eingestellt werden könnte. Vermutlich wird auch der gesamte Flugverkehr beeinträchtigt.

 

Ein mächtiger Orkan braust auf Deutschland zu und dürfte den gesamten Land- und Luftverkehr empfindlich stören. Foto: wetteronline.de

Ein mächtiger Orkan braust auf Deutschland zu und dürfte den gesamten Land- und Luftverkehr empfindlich stören. Foto: wetteronline.de

Verkehrsunternehmen werden Zugausfälle wie üblich auch in den gängigen Auskunftssystem, wie etwa dem DB Navigator sowie den örtlichen Bahnhofstafeln ausgegeben. Geschäftdreisenden ist zu empfehlen, am Montag besser nicht zu fliegen und sich vorab bei den Airlines zu erkundigen, ob ihre Flüge überhaupt stattfinden.

Nach den aktuellen Modellergebnissen werden die ersten Sturmböen im Nordwesten bereits am Sonntagvormittag erwartet. Windgeschwindigkeiten von mehr als 160 km/h sind im Anmarsch. An der Nordsee sind auch schon erste schwere Sturmböen möglich. Im weiteren Tagesverlauf weitet sich das Sturmfeld auf den gesamten Norden sowie die Mitte Deutschlands aus.

In der Nacht zum Montag ist dann auch der Süden der Bundesrepublik betroffen. Dabei legt der Wind weiter zu, schwere Sturmböen sind gebietsweise wahrscheinlich. Mit einer gleichzeitig von Nordwest nach Südost durchziehenden Kaltfront sind zeitweise auch orkanartige Böen weit jenseits der 105 km/h sowie einzelne Orkanböen möglich. An der Nordsee, im Bergland sowie besonders in exponierten Lagen sind generell Orkanböen zu erwarten. Am Montag und in der Nacht zum Dienstag hält diese schwere Sturmsituation vor allem im Süden an, im Norden schwächen sich die Böen dagegen etwas ab - es bleibt aber auch dort bei stürmischen Böen oder Sturmböen. Quelle: NWL/DWD / DMM