Passagier bedrohte Sitznachbarin mit Rassiermesser

Ein betrunkener Passagier auf einem JetBlue-Flug von New York JFK nach Salt Lake City, der einer Frau eine Rasierklinge an die Kehle hielt, weil sie nicht mit ihm sprechen wollte, wurde u.a. zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt, nachdem er sich schuldig bekannt hatte.

Der 42-Jährige aus Syracuse hat bereits etwas mehr als ein Jahr in einem Bundesgefängnis in Untersuchungshaft verbracht. Im Prozess wegen Körperverletzung mit einer gefährlichen Waffe, der jetzt stattfand, bekam er letztlich nur drei Jahre auf Bewährung. Während seiner Bewährungszeit muss er sich monatlich bis zu acht Drogen- und Alkoholtests unterziehen. Zudem wurde ihm ein absolutes Alkoholverbot auferlegt und er musste er eine Sondersteuer in Höhe von 100 USD zahlen Das Gericht entschied außerdem, auf ein Bußgeld zu verzichten, da der Mann zahlungsunfähig ist. Bei seinem Auftritt vor Gericht warnte Richterin Daphne Oberg, dass der Täter ein erhebliches Risiko darstelle und dass er möglicherweise an einer teilweise unbehandelten schweren psychischen Erkrankung leidet.

Laut Staatsanwaltschaft war es dem Mann am 21. November 2022 gelungen, an Bord eines Airbus A320- für den fünfstündigen Flug nach Salt Lake City ein Rasiermesser durch die TSA-Sicherheitskontrolle am JFK in New York zu schmuggeln. Er saß dann auf einem Fensterplatz neben einer Frau auf dem Mittelsitz und versuchte, ein „langes und abwechslungsreiches“ Gespräch zu führen, während er mehrere alkoholische Getränke trank, die ihm von Flugbegleitern serviert wurden. Irgendwann war die Frau der Unterhaltung überdrüssig, und nachdem sie einen Gang zur Toilette gemacht hatte, setzte sie ihre Kopfhörer auf und begann, auf ihrer Rückenlehne fernzusehen.

Ohne Vorwarnung legte Fackrell seine Hand auf ihren Bildschirm und forderte sie auf, den Film anzuhalten. Dann hielt er ein Rasiermesser nur wenige Zentimeter von ihrer Kehle entfernt, bevor er aufsprang und schrie: „Es wird ihr wieder gut gehen“ und „Niemand muss sich Sorgen machen.“
Die Ehegattin des Täters eilte Richtung Galley um Hilfe zu holen, und gab dem Opfer die Möglichkeit, von ihrem Sitz zu springen und dem übergriffigen Täter zu entkommen. Ein anderer Passagier überredete den 42-Jährigen dann, das Rasiermesser fallen zu lassen, entwaffnete ihn schnell und saß für den Rest des Fluges neben ihm. Am Flughafen Salt Lake City empfing ihn dann die Polizei und stecke ihn ins Gefängnis. Quelle: DMM