Seit kurz nach Mitternacht fallen bei der Lufthansa zahlreiche Flüge aus. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat zu einem zweitägigen Streik aufgerufen, der große deutsche Flughäfen trifft.
Flugausfälle an wichtigen Drehkreuzen
Der Streik bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline begann kurz nach Mitternacht und soll am Dienstag kurz vor Mitternacht enden. Beim Ferienflieger Eurowings sind ausschließlich am Montag alle Abflüge von deutschen Flughäfen betroffen. An den großen deutschen Airports wurden mehrere Verbindungen von und nach Frankfurt sowie München gestrichen, wie Flughäfen mitteilten.
Die Vereinigung Cockpit rechnet damit, dass pro Tag Hunderte Flüge ausfallen. Eurowings teilte am Sonntag mit, man gehe davon aus, „einen großen Teil“ des Flugprogramms durchführen zu können. Neben Eurowings Europe könne auch auf Unterstützung von Partner-Airlines zurückgegriffen werden. Passagiere wurden gebeten, sich direkt bei ihrer Airline über den Status ihres Fluges zu informieren.
Tarifkonflikte und Ausnahmen vom Streik
Es handelt sich um die vierte Streikwelle bei der Lufthansa in diesem Jahr. Zuvor hatte es bereits wegen Arbeitsniederlegungen des Kabinenpersonals zahlreiche Flugausfälle gegeben. Hintergrund der aktuellen Streiks sind Tarifkonflikte um die betriebliche Altersversorgung sowie die Vergütung bei der Regionaltochter Cityline. Im Streit um die Altersvorsorge legen die Cockpit-Beschäftigten zum dritten Mal in diesem Jahr die Arbeit nieder. Die Lufthansa kritisierte, die Streikankündigung stelle eine neue Stufe der Eskalation dar.
Aufgrund der Lage im Nahen Osten sind bestimmte Flüge vom Streik ausgenommen. Dazu zählen Verbindungen von Lufthansa und Lufthansa Cityline aus Deutschland nach Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate. (dpa)
