Rund 13 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, bereits Opfer eines Reisebetrugs geworden zu sein, weitere 17 Prozent haben entsprechende Versuche rechtzeitig erkannt.
Geschäftsreisen besonders anfällig für Betrug
Wie Icelandair berichtet, zeigt eine Umfrage unter 3.000 Personen, dass vor allem beruflich Reisende überdurchschnittlich häufig betroffen sind. Besonders auffällig ist der Anteil unter Reisenden, die gemeinsam mit Arbeitskollegen unterwegs sind: Hier gibt fast die Hälfte mit 45,5 Prozent an, bereits Opfer eines Reisebetrugs geworden zu sein.
Auch der finanzielle Schaden fällt in diesem Umfeld deutlich höher aus. Im Durchschnitt verlieren Betroffene bei Geschäftsreisen rund 2.909,75 Euro. Damit liegt der Wert deutlich über dem allgemeinen Durchschnitt von 1.272,22 Euro. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das berufliche Reiseumfeld zu den risikoreichsten Bereichen gehört.
Zu den häufigsten Betrugsformen zählen laut Icelandair insbesondere digitale Methoden. Dazu gehören Betrug über Social Media mit 29,6 Prozent, gefälschte Unterkünfte mit 27,4 Prozent sowie Zahlungs- oder Rückerstattungsbetrug mit ebenfalls 27,4 Prozent. Auch Phishing-E-Mails, die sich als Airlines ausgeben, spielen mit 24,6 Prozent eine wichtige Rolle. Im beruflichen Kontext dominieren vor allem gefälschte Unterkunftsangebote und Phishing-Mails.
Sicherheitsbedenken und Präventionsmaßnahmen
Die Ergebnisse zeigen zudem, dass Reisebetrug für viele Beschäftigte ein relevantes Risiko darstellt. Rund 24,4 Prozent der Befragten geben an, besorgt zu sein, selbst Opfer zu werden. Besonders ausgeprägt ist diese Sorge bei jüngeren Reisenden.
Wie Icelandair weiter ausführt, lassen sich Risiken durch gezielte Maßnahmen reduzieren. Dazu gehört vor allem die Nutzung von vertrauenswürdigen Buchungsplattformen sowie die sorgfältige Prüfung von Angeboten. Auffällig niedrige Preise oder Zahlungsaufforderungen unter Zeitdruck gelten als mögliche Warnsignale.
Der Tourismusexperte Christian Petzold empfiehlt, bei Buchungen insbesondere auf sichere Verbindungen und seriöse Anbieter zu achten. Zudem sollten Reisende Links aus unerwarteten Nachrichten vermeiden und Angebote kritisch mit anderen vergleichen. (red)
