Rheinjet gibt noch vor dem Start auf

Der private Bahnanbieter Rheinjet /Meerbusch), der vor einigen Wochen als neuer DB-Konkurrent im Fernverkehr auftreten wollte, wird keine Züge fahren lassen.

Anfang September hatte das Unternehmen mitgeteilt, es wolle ab November eigene Fernverbindungen anbieten. Verbunden werden sollen dann freitags im 14-Tages-Rhythmus die Städte Frankfurt, München und Stuttgart. Die Städte sollen nacheinander angefahren werden. Frühbucher sollten die Möglichkeit bekommen, Tickets für einzelne Strecken bereits für 10 Euro zu erwerben. Darunter Stuttgart-Frankfurt und München-Stuttgart. Die Verbindung Frankfurt-München sollte ab 30 Euro buchbar sein. Enthalten im Preis sollte auch die Sitzplatzreservierung sein. Die erste Fahrt der einklassigen Züge (nur 2. Klasse) war für den 08. November vorgesehen.

Martin Michael, Geschäftsführer von RheinJet., ließ auf der Website wissen, Zeiten und Trassen seien angemeldet und genehmigt. Bei entsprechender Nachfrage hätte laut Unternehmen nicht nur die Kapazität im Zug sondern auch die Frequenz erhöht werden können.

Hintergrund der Absage des neuen Privatbahnanbieters soll die Tatsache sein, dass die DB die Fahrpreise auf genau dieser Strecke Frankfurt-Stuttgart-München in den vergangenen Wochen deutlich gesenkt haben soll. Dadurch sei es für Rheinjet nicht mehr möglich, hier profitabel zu fahren. Wer bereits Fahrkarten für die Rheinjet-Züge gebucht hat, soll nach Angaben des Unternehmens sein Geld zurückbekommen. Die Deutsche Bahn weist den Vorwurf des Preisdumpings zurück. Quelle: Rheinjet / DMM