SBB fährt an den Streiktagen auch auf deutscher Seite

Seit Mittwochfrüh 02 Uhr herrscht auf Deutschlands Schienen ein weitgehender „Lok-Down“. Die GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) hat zum dreitägigen Tarifstreik aufgerufen, was den Bahnverkehr in ganz Deutschland fast zum gänzlichem Erliegen bringen dürfte.

Im grenzübergreifenden Regionalbahnverkehr, wie etwa im Dreiländereck zwischen Basel, Freiburg und Lörrach, bedient aber die SBB Deutschland diverse Verbindungen, wie etwa die Trinationale S-Bahn Basel. 

In der Bodenseeregion zwischen Konstanz und Engen im Hegau fährt ebenfalls die SBB Deutschland mit dem ‘Seehas’. Und den ‘Rhyhas’ operiert die SBB-Tochter auf Deutscher Seite zwischen Schaffhausen und Singen. Als 100 %ige e Tochtergesellschaft der Schweizerischen Bundesbahnen ist diese nicht vom Streikaufruf betroffen, was für zigtausende Pendler in den Region großes Aufatmen bedeutet.

Die SBB Deutschland mit Sitz in Konstanz am Bodensee verkehrt deshalb auch an den Streiktagen bis Freitag mit seinem gewohnten Angebot auf den Linien S5 und S6 der Trinationalen S-Bahn Basel über Lörrach bis ins Wiesental. Zusätzlich setzt die SBB Deutschland acht Züge je Tag auf den Linien der bestreikten RB 27 und dem RE 7 zwischen Freiburg und Basel ein. Die Züge der S-Bahn Basel verkehren zwischen 5.30 Uhr und 19.45 Uhr und sind mit den regulären Tickets dieser Linien nutzbar. 

Zu folgenden Uhrzeiten fahren die Bahnen der SBB vom Badischen Bahnhof in Basel ab: 5.37 Uhr, 8.28 Uhr, 14.13 Uhr und 17.18 Uhr. Die Abfahrten in Freiburg sind auf 6.46 Uhr, 12.38 Uhr, 16.32 Uhr und 18.42 Uhr geplant. Gemäss SBB Deutschland halten die Züge an den üblichen Stationen. 

Auch in der Region Schaffhausen und Konstanz profitieren GrenzgängerInnen von der Nähe zur Schweiz. SBB Deutschland stellt mit dem Seehas zwischen Konstanz, Radolfzell, Singen und Engen im Hegau den Regionalverkehr ebenso plangemäß sicher, wie mit dem Rhyhas zwischen Schaffhausen und Singen.

Einzige ‘Bedingung’ dafür: Die Fahrdienstleiter in Deutschland müssen den Betrieb jeweils sicherstellen, denn ohne betriebliche Infrastruktur können auch die SBB-Züge nicht über das deutsche Schienennetz rollen. Die Fahrdienstleiter sind zwar nicht der GDL angeschlossen, streiken also nicht offiziell, es ist aber möglich, dass es personell während des Generalstreiks der deutschen Lokführer auch beim Fahrdienstpersonal zu Engpässen kommt. Quelle: SBB / DMM