Schnellfahrstrecke wieder durchgehend befahrbar

Nahe Ingenheim im Elsass hatte im März 2020 ein Hangrutsch für eine Entgleisung eines Hochgeschwindigkeitszugs und anschließende Unterbrechung der französischen Schnellfahrstrecke LGV Est (Paris-Straßburg) gesorgt. Jetzt konnte die Trasse wieder für den durchgehenden Schnellverkehr freigegeben werden.

Die LGV Est ist jetzt wieder durchgehend von Paris nach Straßburg befahrbar. Foto Préfète de la région Grand Est et du Bas-Rhin

Die LGV Est ist jetzt wieder durchgehend von Paris nach Straßburg befahrbar. Foto Préfète de la région Grand Est et du Bas-Rhin

Am 05. März war ein voll besetzter RGV Duplex (Doppelstock-TGV) auf dem Weg von Paris nach Straßburg um 07.45 Uhr früh zwischen Ingenheim und Saessolsheim mit 348 Passagieren an Bord in Folge eines Hangrutsches entgleist. Zu diesem Zeitzpunkt war der TGV mit Tempo 270 km/h unterwegs.  21 Personen wurden damals verletzt, darunter auch der Triebfahrzeugführer. Der Unfall wurde laut SNCF durch eine "sehr starke Hangabsenkung im Sektor Saverne" verursacht. Triebkopf und die ersten vier Waggons sprangen aus den Schienen. Da die TGV aber sogenannte Jacobsdrehgestelle besitze (zwischen den einzelnen Waggons), kippte der Zug nicht um, sondern kam schräg auf dem Gleisbett zum Stehen.

Bins jetzt musste die Schnellfahrstrecke für Untersuchungen und Reparaturarbeiten gesperrt bleiben. Seither wurden alle Hochgeschwindigkeitszüge nach und von Paris zwischen Straßburg und Saverne über die Altbaustrecke umgeleitet, was zu Verspätungen von 45 bis 60 Minuten geführt hatte.

Zwar sind die Hänge entlang der LGV gesichert worden, jedoch müssen die Lokführer im Bereich der Unfallstelle aus Sicherheitsgründen die Geschwindigkeit auf 80 km/h drosseln. Das führt weiterhin zu etwa 15 Minuten längeren Fahrzeiten. Quelle: SNCF / DMM