Škoda und die Freude der Businesskunden an den iV-Modellen

Škoda’s neuer Deutschlandchef Dr. Steffen Spies hat ein spannendes Erbe angetreten: den eingeschlagenen Weg der überaus erfolgreichen tschechischen Volkswagentochter in Richtung Forcierung der Elektrifizierung der Modellpalette konsequent fortzusetzen. Viel Anlass zur Freude gibt dabei das batterieelektrische SUV Enyaq iV, das dem Handel beinahe aus den Händen gerissen wird. Dazu passt die Meldung, wonach das Unternehmen Schindler, Hersteller von Aufzügen und Fahrtreppen, 200 neue ENYAQ iV in den Firmenfuhrpark einstellt. Nahe Eppstein im Taunus durften wir die aktuelle Palette stromunterstützter Versionen der Modelle Octavia und Superb sowie den neuen Enyaq iV testen.

Der Škoda Octavia RS iV ist als Geschäftswagen so etwas wie ein Geheimtipp. Dem Diesel ist er allemal überlegen. Fotos: G. Zielonka

Der Škoda Octavia RS iV ist als Geschäftswagen so etwas wie ein Geheimtipp. Dem Diesel ist er allemal überlegen. Fotos: G. Zielonka

Inzwischen so etwas wie erste Wahl bei den Gewerbekunden, der rein elektrische Škoda Enyaq iV.

Inzwischen so etwas wie erste Wahl bei den Gewerbekunden, der rein elektrische Škoda Enyaq iV.

Bekommt im Frühjahr 2022 einen noch attraktiveren Bruder als SUV Coupé, der Škoda Enyaq iV.

Bekommt im Frühjahr 2022 einen noch attraktiveren Bruder als SUV Coupé, der Škoda Enyaq iV.

Gezeigt, wenn auch noch kaschiert, wurde auch das Enyaq-Derivat als SUV Coupé, das im Frühjahr 2022 erscheinen soll. Der batterieelektrische ENYAQ iV ist mit 17.000 Bestellungen in den ersten drei Quartalen 2021 der iV-Bestseller vor den Plug-in-Hybridmodellen OCTAVIA iV und SUPERB iV. Insbesondere die Plug-in-Hybride aber auch der Enyaq iV (siehe Notiz zu Schindler) sorgen für besonders großes Wachstum im wichtigen Marktsegment der Firmen- und Flottenfahrzeuge. Bis Ende des Jahres dürfte sich der Absatz elektrifizierter iV-Modelle im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht haben, erklärte Dr. Spiess. In den ersten neun Monaten dieses Jahres verzeichnete die Marke hierzulande fast 33.000 Kundenbestellungen für iV-Fahrzeuge. 2020 waren es im Gesamtjahr rund 10.000 iV-Neuzulassungen. Allen Unkenrufen der Gegner von E-Mobilität zum Trotz setzen sich batterieelektrische Automobile schneller durch, als von Skeptikern gedacht. So liegen für den aktuellen Enyaq 30.000 Bestellungen aus Deutschland vor, über 75.000 international.   
Mit dem „iV“-Kürzel war ŠKODA im September 2019 in den E-Markt mit dem SUPERB iV und dem rein elektrischen CITIGOe iV eingetreten. Kaum zwei Jahre nach dem Start der iV-Familie umfasst das Modellangebot aktuell drei Plug-in-Hybride in den Baureihen OCTAVIA und SUPERB sowie den rein batterieelektrischen ENYAQ iV, der sich binnen weniger Monate zum Verkaufsschlager entwickelte.

Firmen sind besonders scharf auf iV-Modelle. Besonders positiv entwickelten sich in Deutschland auch die Zahlen im wichtigen Marktsegment der Firmen- und Flottenfahrzeuge: 22 % der ŠKODA Gewerbekunden entschieden sich in den ersten neun Monaten für ein Plug-in-Fahrzeug oder den rein elektrischen ENYAQ iV. Allein der renommierte Aufzughersteller Schindler hat dieser Tage 200 neue Enyaq iV für seinen deutschen Unternehmensfuhrpark geordert.

Und im Zusammenhang mit dem deutschlandweiten Niedergang der Dieselmotorisierung über alle Fabrikate hinweg ist zu erwarten, dass die Segmente PHEV und BEV in den nächsten Jahren massiv zunehmen werden, auch vor dem Hintergrund, dass fossile Treibstoffe dank der zusätzlichen CO2-Bepreisung und der kontrollierten und teils verknappten Förderung durch die bekannten Ölförderländer schon bald die Zwei-Euro-Marke knacken dürfte. Damit und mit dem von der künftigen Bundesregierung zu erwartenden Fall des Dieselprivilegs dürfte klar sein, wohin auch der Weg  ŠKODA’s führen wird. Darauf hat sich der Hersteller längst eingestellt. So wird die Submarke iV in den kommenden Monaten weiter Fahrt aufnehmen, wie der Deutschlandchef betonte. Als nächsten Schritt stellt ŠKODA im Frühjahr 2022 die Coupé-Version des ENYAQ iV vor. Die elegant gezeichnete Variante des aktuellen Erfolgsmodells überzeugt mit einem dynamischen Auftritt, der bei der Interpretation des iV-Themas neue Maßstäbe setzt. Bis zum Jahr 2030 schätzt Skoda den Anteil elektrisch angetriebener Fahrzeuge auf 50 bis 70 %. U.a. sind in den kommenden Jahren drei neue BEV-Modelle unterhalb des Enyaq in Planung.

Der ENYAQ iV basiert auf der MEB-Plattform des Volkswagen Konzerns. Er wurde im laufenden Jahr in Deutschland bereits über 17.000 Mal geordert. Damit hat das rein elektrische SUV-Flaggschiff die OCTAVIA iV-Varianten von der Spitze der internen iV-Absatzstatistik abgelöst. Für die Kompaktklasse-Erfolgsmodelle gingen bei ŠKODA fast 12.000 Bestellungen ein. Vor allem die besonders sportliche RS-Version des OCTAVIA iV legte dabei zu: Inzwischen ist nahezu jeder fünfte Plug-in-OCTAVIA eine 180 kW (245 PS) starke Variante. Für den am Markt stabil positionierten SUPERB iV gingen in den ersten drei Quartalen rund 4.000 Bestellungen ein. Das hängt freilich damit zusammen, dass im gewerblichen Bereich der Octavia ein viel größere Akzeptanz verzeichnet, von den Maßen und der Praktikabilität dem größeren Bruder sehr nahe kommt und dem Superb im Übrigen die hauseigene Konkurrenz der SUVs vom Schlage Kodiaq und Co. zu schaffen macht. Nicht anders erlebt es ja die Konzernmutter mit ihrem Passat, der zum Auslaufmodell mutiert.

Die Kunden von ŠKODA verbinden den Schritt in die politisch gewollte und zukunftsweisende Elektromobilität mit neuem Fahrspaß und erhöhter Nachhaltigkeit. Dank der sogenannten Powerpass-App und -Ladekarte ist auch hoher Komfort beim Nachladen garantiert. Mit Ladekarte oder Smartphone-App können Besitzer eines ŠKODA iV-Fahrzeugs komfortabel an mehr als 200.000 Ladestationen in ganz Europa Strom laden – darunter auch an allen Schnellladesäulen des Anbieters IONITY. Das System bietet darüber hinaus eine bequeme monatliche Abrechnung per Kreditkarte und eine Übersicht aller durchgeführten Transaktionen an.

Unterwegs mit dem Octavia RS iV: Mit dem etwas tiefergelegten Octavia RS iV, erhältlich als Kombi und Limousine, vereint der Hersteller die RS-Attribute mit moderner Elektrifizierung. Unterstützt wird der  1,4 TSI-Benziner von einem 85 kW / 115 PS starken Elektromotor. In Verbindung mit den 110 kW / 150 PS des TSI erreicht der RS iV eine Systemleistung von 180 kW / 245 PS. Mittels Shift-by-Wire-Technologie sorgt das 6-Gang-Direktschaltgetriebe elektronisch für eine nicht merkliche Auswahl der Fahrstufen. Nicht vermisst haben wir die manuelle Bedienung per Schaltwippen am Lenkrad. Das könnte sich Skoda eigentlich sparen.

330 Newtonmeter liefert die E-Maschine, 440 das Otto-Aggregat. Zusammen sorgen sie für ungestümen Vorwärtsdrang, hat man den Sportmodus gewählt. Klar, dass von einem werksseitig angegeben kombinierten Verbrauch von 1,2 Litern im reellen Fahrbetrieb keine Rede sein kann. Denn der Saft (Strom) der 13 kWh-Batterie geht vergleichsweise rasch zur Neige, wenn man es flott angehen lässt. Die offiziell angegebene rein elektrische Reichweite von 60 km ist nur machbar, wenn man es sehr moderat angehen lässt. Aber dann braucht man auch keinen RS. Im realen Fahrbetrieb (fast nur über kurvenreiche Landstraßen) haben wir gemäß Bordcomputer einen Verbrauch von ca. 4 Litern geschafft. Nicht schlecht.
Im Elektroantrieb haben wir um die 130 km/h erreicht, dann meldet sich der Verbrenner, freilich beinahe lautlos. Ein Hoch auf die Akustiker. Im Modus Hybrid besteht die wenn auch nur geringe Möglichkeit, den Akku während der Fahrt über Rekuperation oder durch den Verbrennungsmotor zu laden. Das funktioniert gut bei langen Bergabfahrten. Als feine Sache empfanden wir den Effizienzassistent. Gut funktioniert hat das vorausschauende System, das die Intensität der Stromrückgewinnung steuert. Den synthetischen Motorsound des Sportmodus muss man mögen. Man kann ihn im Individualmodus auch ausschalten. Das Sportfahrwerk hält den Wagen stets sicher auch der Fahrbahn, es ist nicht zu straff, was das Komfortempfinden noch steigert.

Thema Schindler und Enyaq iV. ŠKODA elektrisiert den Firmenfuhrpark von Schindler Deutschland: Der Hersteller von Aufzügen und Fahrtreppen stellt 200 neue ŠKODA ENYAQ iV in Dienst. Mit dem rein batterieelektrischen SUV des tschechischen Automobilherstellers gelangen die Servicetechniker, Serviceleiter sowie Mitarbeiter im Vertrieb von Schindler künftig emissionsfrei und komfortabel zum Kunden. Am deutschen Hauptsitz von Schindler in Berlin übergab Peter Kühl, Leiter Vertrieb bei ŠKODA AUTO Deutschland, die Fahrzeuge an Jörg Naescher, Director Supply Chain und Mitglied der Geschäftsführung der Schindler Deutschland AG & Co. KG. „Schindler Deutschland setzt mit der konsequenten Umstellung seiner Firmenflotte auf Elektroautos ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit“, betont Peter Kühl. „Wir freuen uns sehr, dass der ŠKODA ENYAQ iV hierbei eine tragende Rolle übernimmt. 200 Exemplare unseres Erfolgsmodells sind ein starkes Statement. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit. Dies beweist auch: Der ENYAQ iV passt perfekt zum Anforderungsprofil von Flottenkunden.“

ŠKODA und VW-Konzernchef Herbert Diess. Der Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns traf vor einigen Tagen in Prag auf den tschechischen Vize-Ministerpräsidenten und Minister für Industrie, Handel und Transport, Karel Havlíček. Im Fokus stand die zukünftige Ausrichtung der heimischen Automobilindustrie im Hinblick auf die Elektromobilität. An den Gesprächen nahmen auch Thomas Schmall, Volkswagen Konzernvorstand Technik, und der Vorstandsvorsitzende von ŠKODA AUTO, Thomas Schäfer, teil. Zudem wurde eine Absichtserklärung zum Bau von mehreren Tausend Ladepunkten für E-Fahrzeuge in Tschechien an Bahnhöfen und Hauptverkehrsstraßen bis 2025 unterzeichnet.
Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns: „Der ENYAQ iV ist eines der attraktivsten E-Fahrzeuge in Europa. Die Nachfrage übertrifft unsere Erwartungen deutlich. Ich freue mich, dass die tschechische Regierung voll auf Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur setzt. kann sich das Modell auch in seinem Heimatland zu einem Verkaufsschlager entwickeln“ unterstrich Diess.

Am Rande des Treffens unterzeichneten Karel Havlíček, Vize-Ministerpräsident und Minister für Industrie, Handel und Transport, Daniel Beneš, Vorstandsvorsitzender der ČEZ Gruppe sowie Martin Jahn, ŠKODA AUTO Vorstand für Vertrieb und Marketing, und die staatlichen Agenturen für Straßen- und Eisenbahnverkehr eine Absichtserklärung zum Aufbau von mehreren Tausend Ladepunkten in Tschechien bis 2025. Die Ladesäulen sollen an Bahnstationen und entlang von Hauptverkehrsstraßen errichtet und mit CO2-neutralem Strom von ČEZ betrieben werden. Die ČEZ Gruppe ist der größte Energiekonzern in Mittel- und Osteuropa sowie größter Stromproduzent in Tschechien. Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur soll der Umstieg auf die Elektromobilität und damit die Dekarbonisierung des Landes deutlich beschleunigt werden. Die Standorte der Ladesäulen werden in Zusammenarbeit mit ŠKODA AUTO und Elli, der Volkswagen Konzerntochter für Ladelösungen, festgelegt. Quelle: ŠKODA Auto Deutschland / DMM