Spritpreise sinken deutlich – Diesel gibt stark nach

Die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen gehen weiter zurück. Besonders Diesel ist seit den Osterfeiertagen spürbar günstiger geworden.

Diesel und Super E10 werden günstiger. Seit den Osterhochs sind die Spritpreise deutlich gefallen, liegen aber weiter über dem Vorkriegsniveau. Foto: mikemobil2014 - stock.adobe.com

Die Preise für Diesel und Super E10 sind im bundesweiten Durchschnitt erneut gesunken. Nach Angaben des ADAC verstärkte sich damit der Rückgang seit den Höchstständen rund um Ostern.

Kraftstoffpreise unter den Osterhochs

Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Mittwochs verbilligte sich Diesel um 4,9 Cent auf 2,237 Euro pro Liter. Super E10 kostete durchschnittlich 2,089 Euro pro Liter und war damit 1,8 Cent günstiger als am Vortag. Das teilte der ADAC mit.

Seit dem Allzeithoch am Dienstag nach Ostern sei Diesel damit um 21 Cent pro Liter gefallen. Der Preis für Super E10 liege gut 10 Cent unter dem Jahreshoch vom Ostermontag. Im Vergleich zur Zeit vor dem Beginn des Ukraine-Kriegs seien beide Kraftstoffe jedoch weiterhin deutlich teurer: Diesel um 49 Cent und Super E10 um 31 Cent pro Liter.

Der ADAC sieht angesichts von Ölpreis und Dollarkurs weiteren Spielraum für sinkende Preise. Auch die Entwicklung der Tagespreise deute in diese Richtung, obwohl die zulässige einmalige Preiserhöhung am Tag zuletzt vergleichsweise hoch ausgefallen sei.

Preisentwicklung im EU-Vergleich und Tankrabatt

Im Vergleich zu anderen EU-Staaten habe sich die Preisentwicklung in Deutschland wieder normalisiert. Das zeigten aktuelle Daten der EU-Kommission mit Stand Montag. In der Anfangsphase der sogenannten 12‑Uhr‑Regel habe Deutschland noch überdurchschnittliche Anstiege bei Superbenzin verzeichnet, inzwischen liege das Preisniveau wieder im europäischen Mittelfeld.

Der geplante Tankrabatt in Deutschland werde nach Berechnungen der RWTH Aachen vor allem einkommensstarken Haushalten zugutekommen, wie der „Spiegel“ berichtet. Demnach sparten die einkommensschwächsten zehn Prozent durchschnittlich 6,48 Euro, während die einkommensstärksten zehn Prozent rund 21,64 Euro entlastet würden. Haushalte aus wohlhabenden Gruppen könnten im Schnitt sogar bis zu 31 Euro sparen. RWTH‑Ökonom Aaron Praktiknjo sagte laut „Spiegel“: „Es ist keine zielgerichtete Maßnahme.“ (dpa)