Südkorea lockerte Beschränkungen - Coronavirusfälle steigen stark

Südkorea hatte die landesweiten Maßnahmen für eine Beschränkung sozialer Kontakte bereits schrittweise wieder gelockert. Aber die Behörden wurden durch eine neue lokale Häufung von Infektionen alarmiert. Jetzt werden die Beschränkungen wieder verschärft. Das sollte eine deutliche Warnung für Deutschland und die Forderungen der Tourismusverbände sein.

Nach der Lockerung der Beschränkungen in Südkorea stiegen prompt die Corona-Ansteckungen, und das massiv. Zahlreiche Einrichtungen wie z.B. Museen (hier das Nationalmuseum in Seoul) und auch Restaurantbesuche sind nicht mehr zu besuchen. Foto: wikimedia

Nach der Lockerung der Beschränkungen in Südkorea stiegen prompt die Corona-Ansteckungen, und das massiv. Zahlreiche Einrichtungen wie z.B. Museen (hier das Nationalmuseum in Seoul) und auch Restaurantbesuche sind nicht mehr zu besuchen. Foto: wikimedia

Südkorea war zu Beginn der Coronavirus-Pandemie das am zweitstärksten betroffene Land nach China. Durch strikte Abstandsregeln, umfangreiches Testen und das Nachverfolgen von Kontakten konnte der Ausbruch aber unter Kontrolle gebracht werden - die Zahl der Neuinfektionen ging deutlich zurück. Jetzt, nach der Lockerung der Regeln, steigen die Neuinfektionen wieder.

Nach einem starken Anstieg der Coronavirus-Fälle hat Südkorea den Schulbetrieb wieder stark eingeschränkt. Die Grund- und Mittelschulen in und um die besonders betroffene Hauptstadt Seoul dürfen nach einer Anordnung der Regierung jeden Tag nur noch ein Drittel der Kinder zulassen - die anderen bekommen Fernunterricht. Dasselbe gilt für Kindergärten.
Mit sofortiger Wirkung wurden zunächst bis zum 14. Juni öffentliche Einrichtungen einschließlich Museen, Kunstgalerien, Parks, Theater sowie Mehrzweckhallen im Großraum Seoul wieder geschlossen, teilte Gesundheitsminister Park Neung Hoo nach einem Krisentreffen unter Vorsitz von Ministerpräsident Chung Sye Kyun mit. "Die nächsten zwei Wochen sind kritisch", betonte er.

Die Einwohner wurden erneut aufgerufen, auf Restaurant- oder Barbesuche zu verzichten und größere Menschenansammlungen zu meiden. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Ausbruch bereits auf die Bevölkerung übergesprungen sei, so der Gesundheitsminister. Er rief die Menschen auf, in den nächsten zwei Wochen möglichst Versammlungen zu vermeiden. Quelle: JTBC / DMM