Swiss: Fluggäste sitzen dicht an dicht

Die Lufthansa-Tochter Swiss geht von einem Hochfahren ihrer Flugaktivitäten auf 50 % bis Ende 2020 aus. Damit die Sicherheit an Bord für Passagiere und das Personal halbwegs gewährleistet ist, setzt auch die Fluglinie eine Reihe von Maßnahmen um. Was sie nicht machen will, ist Sitze frei zu lassen.

Nach Virologen ist aber genau das in Flugzeugen übliche sehr enge Nebeneinandersitzen eine Quelle für die Verbreitung des Corona-Virus. Da hilft dann auch keine Schutzmaske, so die Wissenschaftler. Sitze wegen Corona fei zu lassen könne sich Swiss nicht leisten, sagt Thomas Frick, COO der Swiss International Air Lines.
Es gibt auch keine Pflicht, Schutzmasken zu tragen, weil dies juristisch kaum umsetzbar sein soll. Das Kabinenpersonal hingegen, das mit Kunden in direktem Kontakt steht, muss immer eine Hygienemaske tragen. Zusätzlich werden beim Einsammeln von Abfall Handschuhe benutzt.

Auf den Duty-Free-Verkauf und Printmedien wird vorübergehend verzichtet. Passagieren in der First und Business Class wird kein offenes Essen mehr serviert - die Menüs werden in der Bordküche zubereitet und verpackt ausgegeben. Die Airline verzichtet zudem auf Kissen, offene Kosmetikprodukte und Hot-Towel-Service. Darüber hinaus wird die Reinigung der Maschinen intensiviert, es werden Desinfektionstücher verteilt und auf den Toiletten befinden sich Desinfektionsmittel für die Reisenden. Quelle: Swiss / DMM