Ticker: Iran‑Krieg und Luftverkehr

Der Iran‑Krieg beeinflusst Flugrouten, Sicherheit und Reiseplanung. Der Ticker bündelt alle relevanten Updates von Flugreisen für Geschäftsreisende.

Aktuelle Entwicklungen in der Luftfahrt: Airlines, Flugverkehr und Markttrends mit Relevanz für Geschäftsreisen. Foto: m.mphoto - stock.adobe.com

 

++ 12.05.2026: Flughäfen warnen vor Flugstreichungen durch teures Kerosin ++

Angesichts stark gestiegener Kerosinpreise infolge des Iran‑Kriegs warnt der Flughafenverband ADV vor möglichen Flugstreichungen und höheren Ticketpreisen. Besonders betroffen könnten Verbindungen von Low‑Cost‑Airlines sowie weniger nachgefragte Destinationen sein.

Im Worst‑Case droht laut Verband an einzelnen Flughäfen ein Kapazitätsrückgang von zehn Prozent, insgesamt könnten bis zu 20 Millionen Fluggäste betroffen sein. Einige Ziele würden dann gestrichen oder seltener bedient. Mehr Informationen. (dpa)

 

++ 08.05.2026: Lufthansa plant Sommer trotz Kerosinrisiken stabil ++

Trotz unsicherer Kerosinversorgung und gestiegener Kosten blickt die Lufthansa optimistisch auf den Sommer. Die Treibstoffversorgung sei bis Mitte Juni gesichert, danach rechnet der Konzern damit, mögliche Lücken schließen zu können.

Gleichzeitig passt die Lufthansa ihr Angebot an: Das Kapazitätswachstum wird auf bis zu 2 Prozent begrenzt, unrentable Strecken werden gestrichen. Belastend wirken steigende Kerosinkosten und Streiks, die das Ergebnis bereits mit rund 200 Millionen Euro beeinträchtigt haben. Mehr erfahren. (dpa)

 

++ 05.05.2026: Lufthansa investiert über 70 Millionen Euro in Langstreckenservice ++

Die Lufthansa investiert in diesem Jahr mehr als 70 Millionen Euro in ein neues Servicekonzept für Langstreckenflüge. Mit dem Programm „Future Onboard Experience“ werden Serviceelemente in allen Reiseklassen überarbeitet, darunter Menüs, Getränkeservice und Ausstattung.

Die Investition erfolgt vor dem Hintergrund stark gestiegener Kerosinpreise und anhaltender Tarifkonflikte. Parallel hatte der Konzern auf Kurz- und Mittelstrecken einen neuen Einstiegstarif ohne kostenlosen Kabinenkoffer angekündigt. Hier gibt es mehr Infos! (dpa)

 

++ 04.05.2026: Air France-KLM verliert weniger trotz steigender Kerosinkosten ++

Air France-KLM hat das erste Quartal mit einem operativen Verlust von 27 Millionen Euro abgeschlossen und damit deutlich besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Der Umsatz legte zu, auch das operative Ergebnis verbesserte sich im Jahresvergleich spürbar.

Belastend wirken jedoch deutlich gestiegene Kerosinkosten infolge des Iran-Kriegs. Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr mit einer erheblich höheren Treibstoffrechnung und hat vor diesem Hintergrund seine Kapazitätsziele für 2026 gesenkt. Mehr dazu. (red)

 

++ 23.04.2026: Lufthansa streicht kostenlosen Kabinenkoffer im günstigsten Tarif ++

Die Lufthansa führt auf ausgewählten Kurz- und Mittelstrecken einen neuen Einstiegstarif ein, bei dem kein kostenloses Handgepäck mehr enthalten ist. Im neuen „Economy Basic“-Tarif dürfen Passagiere nur noch einen persönlichen Gegenstand wie einen Rucksack oder eine Laptop-Tasche mit an Bord nehmen. Weitere Gepäckstücke können gegen Aufpreis hinzugebucht werden.

Mit dem Tarif reagiert die Airline nach eigenen Angaben auf verändertes Reiseverhalten und will insbesondere Tagesreisenden günstigere Einstiegspreise ermöglichen. Verbraucherschützer kritisieren hingegen die zunehmend strengen Handgepäckregeln vieler Airlines und fordern, dass zusätzlich zum persönlichen Gegenstand auch ein Kabinenkoffer kostenlos erlaubt sein sollte. Mehr dazu im Artikel. (dpa)

 

++ 23.04.2026: Frankfurter Flughafen nimmt Terminal 3 nach mehr als zehn Jahren Bauzeit in Betrieb ++

Am Frankfurter Flughafen ist das neue Terminal 3 offiziell in Betrieb gegangen. Der Betreiber Fraport investierte rund vier Milliarden Euro in den Neubau, der mit zunächst drei Flugsteigen bis zu 19 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen kann. Weitere Ausbaustufen sind bereits genehmigt.

Politik und Betreiber werten das Terminal als Signal für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland. Kritiker warnen hingegen vor zusätzlichen Umweltbelastungen und halten die Verkehrsprognosen für zu ambitioniert. In den kommenden Monaten sollen Fluggesellschaften schrittweise aus dem sanierungsbedürftigen Terminal 2 in das neue Terminal wechseln. Die ganze Meldung hier. (dpa)

 

++ 22.04.2026: Iran nimmt Inlandsflugverkehr nach mehr als 50 Tagen wieder auf ++

Im Iran ist der zivile Inlandsflugverkehr erstmals seit Beginn der Kämpfe teilweise wieder aufgenommen worden. Die staatliche Fluggesellschaft Iran Air führte einen Linienflug zwischen Teheran und der nordöstlichen Millionenmetropole Maschhad durch. Es handelt sich um die erste reguläre innerstaatliche Verbindung nach einer mehr als 50‑tägigen Unterbrechung.

Der inländische Flugverkehr war infolge des Krieges weitgehend eingestellt worden, zahlreiche Maschinen wurden außer Betrieb genommen. Medienberichten zufolge wurden zudem mehrere Flughäfen beschädigt. Angaben zur Wiederaufnahme weiterer Inlandsverbindungen lagen zunächst nicht vor. Mehr Informationen. (dpa)

 

++ 21.04.2026: Iran‑Krieg: Kerosinknappheit treibt Flugpreise und verunsichert Geschäftsreisende ++

Ein möglicher Mangel an Flugbenzin infolge des Iran‑Kriegs belastet den internationalen Luftverkehr. Auf Asien‑Routen fehlt seit Wochen Angebot, weil Golf‑Airlines Verbindungen eingeschränkt haben. Gleichzeitig steigen Ticketpreise deutlich: Airlines wie Lufthansa und Air France erheben höhere Kerosinzuschläge, die auf Langstrecken Mehrkosten von mehreren hundert Euro verursachen können.

Zudem streichen Fluggesellschaften schwach gebuchte Verbindungen aus den Flugplänen. Erfolgen Absagen mehr als 14 Tage vor Abflug, besteht kein Anspruch auf Entschädigung. Branchenverbände drängen darauf, Ausfälle wegen Kerosinmangels als außergewöhnliche Umstände einzustufen – Verbraucherschützer warnen vor einer Ausweitung zulasten der Passagiere. Zur ganzen Meldung geht es hier. (dpa)

 

++ 20.04.2026: Lufthansa nimmt Flugbetrieb nach Streiks wieder auf – Cityline bleibt stillgelegt ++

Nach den mehrtägigen Streiks von Piloten und Kabinenpersonal läuft der Flugbetrieb der Lufthansa wieder regulär. Hunderte zuvor ausgefallene Verbindungen werden wieder bedient. Die Regionaltochter Cityline bleibt jedoch dauerhaft stillgelegt: Alle 27 Flugzeuge wurden außer Dienst gestellt, Zubringerflüge zu den Drehkreuzen Frankfurt und München entfallen.

Gewerkschaften kritisieren die Entscheidung scharf und warnen vor Verunsicherung der Beschäftigten. Weitere Streiks sind kurzfristig nicht geplant, Gespräche über eine mögliche Schlichtung sollen folgen. Hier mehr erfahren. (dpa)