UIC Jahresbericht - Das sicherste Verkehrsmittel ist die Bahn

Die Bahn ist das sicherste Landverkehrsmittel und verbessert ihr Sicherheitsniveau ständig weiter, heißt es im neuen Jahresbericht des Internationalen Eisenbahnverbands (UIC). Wenn Business Traveller innerdeutsch auf Reisen gehen, können sie sicher sein, heil am Zielort anzukommen.

Die Bahn ist laut UIC-Jahresbericht das sicherste Verkehrsmittel. Foto: DB

Die Bahn ist laut UIC-Jahresbericht das sicherste Verkehrsmittel. Foto: DB

Im Rahmen der UIC-Sicherheitsdatenbank werden seit 2001 Unfalldaten gesammelt. Mittlerweile enthält sie Informationen von 27 UIC-Mitgliedern aus den UIC-Regionen Europa, Asien und Mittlerer Osten. Dank der von der Gemeinschaft der Bahnen getroffenen Verbesserungsmaßnahmen in allen Bereichen des Bahnbetriebs verringerte sich im Zeitraum von 2013 bis 2018 die Anzahl der Unfälle und der Unfallopfer um fast 17 %. Mit insgesamt 1.746 im historischen Erhebungsbereich erfassten signifikanten Unfällen, liegt das Jahr 2018 um 2 % unter 2017. Dies ist die niedrigste Unfallzahl seit Beginn der Unfalldatenerfassung 2006.

74 % der Unfälle werden durch unbefugtes Betreten der Bahnanlagen verursacht, 15 % durch verkehrswidriges Überqueren von Bahnübergängen. Die Unfälle, bei denen Personen am Bahnsteig verletzt werden bzw. aus dem Zug oder vom Bahnsteig stürzen, machen nur noch 1 % aus. Lediglich 7 % der in der UIC-Sicherheitsdatenbank gespeicherten signifikanten Unfälle gehen zu Lasten interner Ursachen und sind auf technisches, organisatorisches oder menschliches Versagen im Bahnbetriebssystem zurück zu führen. Die restlichen 2 % der Unfälle entstanden auf Grund witterungs- oder umweltbedingter Einflüsse.

Das Bahnsystem leidet in erster Linie unter dem Verhalten bahnexterner Personen: 97 % der im Jahr 2018 zu verzeichnenden Todesfälle im Bahnverkehr sind Dritte. Es ist daher unerlässlich, dass die Behörden das ihre dazu beitragen, diese Situation durch Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen zu verbessern und weiter gegen ungebührliches Verhalten Dritter auf Bahngelände angehen, so wie sie es seit Langem im Straßenverkehr tun.

Die Anzahl der Kollisionen und Entgleisungen beläuft sich 2018 auf 123 und liegt damit trotz des Beitritt dreier neuer Mitglieder nur geringfügig über dem bisher niedrigsten Wert aus dem Jahr 2016. Opfer waren lediglich bei 12 Unfällen zu beklagen, wobei drei schwere Unfälle 82 % der 118 Unfallopfer ausmachen. Die restlichen 111 Unfälle hatten lediglich finanzielle oder betriebliche Folgen.

Der globale Sicherheitsindex der UIC (GSI) zeigt mehr als die reine Unfallstatistik: jeder Unfall wird nach Art und Ursache, Anzahl der Opfer und Unfallkategorie gewichtet. Somit kann das allgemeine Sicherheitsniveau unabhängig von den schweren, aber seltenen Unfällen mit gravierenden Auswirkungen genauer aufgeschlüsselt werden.

Mitglieder der Sicherheitsdatenbank der UIC: ADIF (Spanien), ADIF-AV (Spanien), CFL (Luxemburg), CFR-SA (Rumänien), CIE (Irland), DB AG (Deutschland), Eurotunnel (Frankreich und UK), HZ (Kroatien), Network Rail (UK), Infrabel (Belgien), IP (Portugal), BANE NOR SF (Norwegen), MAV (Ungarn), ÖBB (Österreich), PKP (Polen), ProRail (Niederlande), RAI (Iran), SNCF Réseau (Frankreich), FS RFI (Italien), SBB CFF FFS (Schweiz), SZ (Slowenien), SZDC (Tschechien), TCDD (Türkei), Trafikverket (Schweden), ZSR (Slowakei). Neue Mitglieder: RZD (Russland), RAS-EL (Griechenland), KRRI (Südkorea). Quelle: UIC / DMM