US-Reise-Bann könnte am 14. September 2020 enden

Die USA öffnen mit großer Wahrscheinlichkeit am Montag, 14. oder Dienstag 15. September 2020 wieder ihr Land für Reisende aus Europa. Freilich müssen Mobilitätsmanager und Geschäftsreisende wissen, dass die Vereinigten Staaten nach wie vor als Risikoland eingestuft sind und Dienstreisende nach der Rückkehr sich in Quarantäne begeben müssen.

Seit Jahren schon sind die USA die wichtigste Übersee-Business-Destination für Unternehmen aus Deutschland, aus Österreich und der Schweiz. Auch ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten für Leisure-Reisende eines der Top-Ziele. 2020 sind die Besucherzahlen von Gästen aus der D-A-CH-Region stark gesunken, Covid-19 sei Dank. Für Dienstreisende bedeutet die Öffnung der USA, dass sie nach Rückkehr auf jeden Fall in Quarantäne müssen.

Um die Fallzahlen einzudämmen, hatten die USA seit 13. März 2020 ihre Grenzen u.a. für Besucher aus dem Schengenraum dicht gemacht. Damit brach auch der Langstreckenverkehr von Lufthansa & Co. ein und hat sich bis heute nicht wieder erholt. Für die Vereinigten Staaten bedeutete der Reisebann einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Laut U.S. Travel Association fehlen in den Kassen aufgrund der ausgesperrten ausländischen privaten und geschäftlichen Touristen etwa 360 Mrd. USD. Obwohl die Reiseindustrie mächtig Druck auf die Regierung in Washington D.C. machte, beließ die es beim Bann. 

Nun hat das „Department of Homeland Security auf seiner Website unter s3.amazonaws.com/public-inspection.federalregister.gov/2020-20371.pdf veröffentlicht, dass die Einreise-Restriktionen für Personen aus dem Schengen-Raum, aus dem Vereinigten Königreich (ohne Überseegebiete), aus Irland, China (ohne Hongkong und Macau), Iran und Brasilien per 12 Uhr US-Ostküstenzeit am 14. September 2020 wieder einreisen dürfen. An sich soll die Veröffentlichung erst am 15. September erfolgen. Ob es tatsächlich zum Ende des Travel-Banns kommt, ist noch nicht ganz sicher: Denn aktuell wird in Washington diskutiert, ab es angesichts der in ganz Europa wieder stark steigenden Corona-Fallzahlen nicht doch zu früh für eine Öffnung der Grenzen ist.

Im Dokument wird auch detailliert festgehalten, wie die Einreise vonstatten gehen würde: Demnach müssten Flüge aus diesen Ländern an definierten US-Flughäfen landen, in denen „enhanced entry screening“ verfügbar ist. Das sind nach Angaben des Department of Homeland Security aktuell diese Airports:

  • Boston-Logan International Airport (BOS)
  • Chicago O’Hare International Airport (ORD)
  • Dallas/Fort Worth International Airport (DFW)
  • Detroit Metropolitan Airport (DTW)
  • Honolulu Daniel K. Inouye International Airport (HNL)
  • Fort Lauderdale-Hollywood International Airport (FLL)
  • Houston George Bush Intercontinental Airport (IAH)
  • Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport (ATL)
  • New York John F. Kennedy International Airport (JFK)
  • Los Angeles International Airport (LAX)
  • Miami International Airport (MIA)
  • Newark Liberty International Airport (EWR)
  • San Francisco International Airport (SFO)
  • Seattle-Tacoma International Airport (SEA)
  • Washington-Dulles International Airport (IAD)

Für jene Passagiere, die bislang bereits einreisen dürfen (US-Bürger, US-Wohnberechtigte, Familienmitglieder, Flug-Personal), war dies ohnehin bereits der Fall, also ändert sich hier nicht viel. Viele Fluggesellschaften fliegen diese Flughäfen international bereits wieder an, auch aus der D-A-CH-Region mit freilich sehr geringen Passagierzahlen. Quelle: Department of Homeland Security / CBP / DMM