VDIK: Geplantes Förderprogramm kann weiteren Aufschwung verleihen

"Das geplante Programm der Bundesregierung zur Förderung von E-Autos kommt zur richtigen Zeit und kann der aktuell positiven Entwicklung auf dem Markt im nächsten Jahr weiteren Aufschwung verleihen“, sagt VDIK-Präsidentin Imelda Labbé.

Dies sei auch dringend nötig, um genügend E-Autos und Plug-ins auf die Straße zu bringen und so die CO2-Flottengrenzwerte und Klimaziele zu erreichen. Damit das Programm seine Wirkung entfalten kann, kommt es allerdings entscheidend darauf an, dass auch der Kauf von Gebrauchtfahrzeugen einbezogen wird. Die Förderung muss rückwirkend für Kaufverträge ab dem 01. Januar 2026 gelten, wobei die Anträge bereits bei Kaufabschluss gestellt werden können. Wichtig ist außerdem, dass die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen möglichst unbürokratisch ist. Protektionistische Maßnahmen lehnt der VDIK ab. Wir fordern faire, wettbewerbsneutrale Anforderungen, die internationale Hersteller nicht benachteiligen und keine Fahrzeuge ausschließen, die aufgrund ihrer Kaufpreise gut zur angestrebten Zielgruppe passen und die Klimabilanz erheblich verbessern können.“

Wie bereits in den Vormonaten erfuhren die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) im November einen deutlichen Anstieg um 58,5 % auf 55.741 Einheiten. Der BEV-Anteil an den gesamten Pkw-Neuzulassungen erreicht damit abermals einen neuen Höchststand von 22,2 %. Die internationalen Hersteller konnten bei den BEV-Zulassungen um 104,5 % auf 21.621 Fahrzeuge zulegen. Damit liegt der BEV-Marktanteil der internationalen Hersteller seit Jahresbeginn bei 39,5 %, das sind 3,7 Prozentpunkte mehr als 2024. Der Gesamtmarktanteil von BEV-Pkw beläuft sich seit Januar 2025 auf 18,8 %, was nach wie vor nicht ausreicht, um die CO2-Flottengrenzwerte zu erreichen.

Ein ebenfalls deutliches Plus verzeichneten im November erneut auch die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Plug-in-Hybridantrieb (PHEV). 32.433 PHEVs rollten neu auf die Straßen und damit 57,4 % mehr als im Vorjahresmonat. Der Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen stieg auf 12,9 %, dem mit Abstand höchsten Wert seit dem Ende der PHEV-Kaufförderung Ende 2022. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Plug-in-Hybriden lag im November bei 35,3 %. 

Zusammen kommen die Elektrofahrzeuge (BEVs, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge) im November damit auf einen Marktanteil von 35,2 % bei 88.176 Neuzulassungen. Das entspricht einem Anstieg um 58,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn liegt der Elektromarkt mit 48,4 % im Plus.

Zum ersten Mal seit über einem Jahr verzeichneten die Hybrid-Fahrzeuge ohne Stecker im November einen Rückgang um 4,1 %. 70.916 Neuzulassungen entsprechen einem Anteil an den Pkw-Neuzulassungen von 28,3 %. Im Vorjahresmonat lag der Marktanteil noch bei 30,2 %. Der Marktanteil der Internationalen Kraftfahrzeughersteller bei den Hybriden lag im November 2025 bei 42,5 %.

Die Neuzulassungen von reinen und besonders klimaschädlichen Verbrenner-Pkw erreichten im November 90.538 Einheiten, davon 61.067 Benziner (-21,1 %) und 29.471 Diesel (-19,3 %). Der Benziner-Anteil an den Pkw-Zulassungen lag bei 24,4 %, Diesel sackten auf einen Anteil von 11,8 % ab. Quelle: VDIK / DMM