Verbrenner-Passat adieu - Hallo Elektro-Passat

Wie lange baut VW noch Fahrzeuge mit Diesel und Benzinantrieb? Nicht mehr lange, meinen Kenner. Die Rede ist von vielleicht noch zehn Jahren. Die Wolfsburger sind weltweit auf dem E-Tripp. Nach dem ID.3 zeigt der Konzern auf der Los Angeles Auto Show den Nachfolger des Passat, den Space Vizzion, ein supermodernes Fahrzeug, das es auch als Limousine und ausschließlich mit batterieelektrischem Antrieb geben wird.

Das Cockpit des VW ID Space Vizzion. Fotos: Volkswagen

Das Cockpit des VW ID Space Vizzion. Fotos: Volkswagen

Der "elektrische Passat" sieht auch von hinten gut aus.

Der "elektrische Passat" sieht auch von hinten gut aus.

In wenigen Jahren wird dieser elektrische Passat namens ID Space Vizzion den Verbrenner Passat vergessen machen.

In wenigen Jahren wird dieser elektrische Passat namens ID Space Vizzion den Verbrenner Passat vergessen machen.

Mobilitätsmanager sollten sich so langsam ihre Gedanken machen, ob es noch sinnvoll sein kann, nach wie vor umweltschädliche Diesel oder Benziner für ihre Firmenfuhrparks zu bestellen, Reichweite hin oder her. Das hoch innovative Fahrzeug der Wolfsburger zeigt, wohin schon in gut zwei Jahren die Reise führen wird. Das Auto hat eine Reichweite von bis zu 590 km und einen 279 PS (205 kW) starken Elektromotor an der Hinterachse sowie einen  zusätzlichen E-Antrieb an der Vorderachse mit 102 PS (55 kW). Beide E-Maschinen ergänzen sich zu einer Systemleistung von 340 PS (250 kW) und Allradantrieb. Die Batterie hat eine Brutto-Kapazität von 82 kWh und soll an einer 150-kW-Gleichstrom-Ladesäule binnen 30 Minuten wieder zu 80 % geladen sein. Das reicht allemal auch für Dienstwagennutzer, wenn sie zu ihren Geschäftsreisen aufbrechen.

In Serie gehen soll das Modell 2021 als elektrisches Passat-Pendant. Die Studie des ID Space Vizzion zeigt ein Fahrzeug mit ausgeprägter Fronthaube über die flache Dachlinie bis hin zum dezent coupéhaften Heck. Gestaltet für die automobile Welt von morgen zeigt der künftige „elektrische Passat“, dass klassische Proportionen auch in den kommenden Jahren bestens funktionieren werden. Mutig gestaltet ist auch das geräumige Interieur, das mit großzügig geschnittenen Fauteuils und einem extrem horizontal geprägten Armaturenbrett aufwartet. Und das gilt auch für das ungewöhnlich gezeichnete Lenkrad, das mit einem edlen Kranz in hellem Stoff aufwartet.

Der Wagen rollt auf 22“-Rädern, in der Serienversion mit Sicherheit aber etwas kleiner, ist fast 5 m lang und weist einen cW-Wert von 0,24 auf. Das Fahrzeug soll in 5,4 s von null auf 100 km/h sprinten. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 175 km/h reglementiert. Das reicht tausendmal auf den chronisch verstopften deutschen Fernstraßen. Die Studie ist als Viersitzer konzipiert, denkbar sind aber natürlich auch drei Sitze im Fond. Das Kofferraumvolumen beträgt 586 Liter. Unter dem hochklappbaren Ladeboden verstecken sich zwei E-Longboards für die letzten Meter zum endgültigen Ziel.

Die digitalen Türgriffe des ID Space Vizzion sind nahtlos mit der Karosserie abschließende Touch-Flächen. Ein Head-up-Display mit Augmented Reality ersetzt das klassische Cockpit. Auch den üblichen Schalthebel gibt es nicht mehr. In ersetzt ein Stockhebel am Lenkrad. Die Bedienung der Klimaanlage, des Infotainments und der Online-Funktionen erfolgt über einen frei stehenden 16“-Touchscreen. Die Sitze, die Innenverkleidung und das Armaturenbrett bestehen aus dem lederähnlichen Bezug Apple Skin. Es besteht zum Teil aus einem Anteil von Reststoffen aus der Apfelsaftproduktion. Sie werden in einen neuen Rohstoff verwandelt, der 20 % des bislang ausschließlich verwendeten Polyurethans ersetzt. Quelle: Volkswagen / DMM