Verdi bläst LSG-Streik ab

Der angekündigte Verkauf von Lufthansa’s Cateringtochter LSG Sky Chefs hat Folgen: Am Montag, 02.12.2019, sollte das Unternehmen eigentlich bestreikt werden, so Verdi. Und obwohl der Ausstand kurzfristg abgesagt worden ist - die Lufthansa hat wohl ein besseres Angebot vorgelegt -, müssen sich Geschäftsreisende auf Auswirkungen auf innerdeutschen und Europa-Flügen einstellen.

Ursprünglich hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi einen 24-Stunden-Streik angekündigt, der am Montag früh um 0 Uhr beginnen sollte. Dabei geht es der Arbeitsnehmervertretung darum, das Einkommen der etwa 7.000 Beschäftigten der LSG tarifvertraglich abzusichern, bevor Lufthansa den Verkaufsvertrag mit Gate Gourmet unterzeichnet. Bisher will LH laut nur in unzureichendem Maß Angebote zur Einkommenssicherung bei Gehaltskürzungen durch den neuen Eigentümer vereinbaren. Nach Verdi-Einschätzung wäre es vor allem an den beiden großen Hubs München und Frankfurt zu Verspätungen und vielleicht sogar Flugausfällen gekommen. Verdi-Verhandlungsführerin Katharina Wesenick in einer Mitteilung: „Wir haben daher beim Thema Streik lediglich auf die Pausentaste gedrückt.“

Die Lufthansa meldet dazu: Aufgrund der Absage des Verdi Streiks bei LSG Sky Chefs ist die Beladung unser Lufthansa Flüge weiterhin sichergestellt. Es kommt allerdings zu kleineren Einschränkungen auf innerdeutschen und europäischen Flügen*, auf denen Lufthansa die gewohnte volle Getränke- und Mahlzeitenauswahl nicht bereitstellen kann. Langstreckenflüge sind nicht betroffen. Flüge zu folgenden außereuropäischen Stationen sind ebenfalls betroffen: Agadir, Algier, Amman, Baku, Beirut, Casablanca, Erbil, Kairo, Marrakesch, Tel Aviv, Tiflis. Am Donnerstag wollen LH und Verdi weiter verhandeln. Quelle: Verdi / Lufthansa / DMM