Vermehrte Reisewarnungen

In Deutschland und den meisten europäischen Ländern steigt die Zahl der neuen Corona-Fälle kritisch. Das Auswärtige Amt hat deshalb weitere Reisewarnungen veröffentlicht. Betroffen sind neuerdings Wien und Budapest sowie Amsterdam, Rotterdam und Nordfrankreich.

Wegen der sehr hoher Infektionszahlen warnt die Bundesregierung nun auch vor „nicht notwendigen, touristischen“ Reisen, also auch Geschäftsreisen  in die österreichische Hauptstadt Wien und die ungarische Hauptstadt Budapest. Daraus resultiert bei Einreise nach Deutschland ein verpflichtender und vorläufig noch kostenloser Covid-19-PCR-Test und ggf. eine Quarantäneverpflichtung. Auch das Bundesland Tirol, hier insbesondere die Stadt Innsbruck, verzeichnet stark steigende Infektionszahlen. Aktuelle und detaillierte Zahlen bietet das European Centre für Disease Prevention and Control (ECDC, qap.ecdc.europa.eu/public/extensions/COVID-19/COVID-19.html). Die Einreise aus Deutschland ist vorerst noch uneingeschränkt möglich, ebenso die Durchreise.

Außerdem wurden neue Reisewarnungen für mehrere Regionen in Frankreich, Kroatien, Tschechien, Rumänien, den Niederlanden und der Schweiz erlassen, wie das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite mitteilte. Zuvor waren die betroffenen Regionen offiziell zu Corona-Risikogebieten erklärt worden. Das Königreich der Niederlande ist von COVID-19 inzwischen stärker betroffen. In den Provinzen Nordholland (mit der Stadt Amsterdam) und Südholland (mit den Städten Den Haag und Rotterdam) liegen die Inzidenzen derzeit bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb diese Landesteile zu Risikogebieten eingestuft wurden.  

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Bezirken es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. In Frankreich gehören dazu nun auch die nördliche Region Hauts-de-France und das Überseegebiet La Réunion. Vor Reisen in diese Gebiete wird ebenso gewarnt wie vor touristischen Trips in die niederländischen Provinzen Nord- und Südholland.

Für die Schweiz ist die bestehende Reisewarnung für die Kantone Genf und Waadt um den Kanton Freiburg ergänzt worden. In Tschechien ist zusätzlich zur Hauptstadt Prag die Mittelböhmische Region hinzugekommen. Außerdem gelten neue Reisewarnungen für die kroatischen Gespanschaften Brod-Posavina und Virovitica-Podravina sowie für die rumänischen Kreise Caraș-Severin und Neamț. Sämtliche aktualisierten Reisehinweise auf: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise/letzteaktualisierungen.

Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot, soll aber eine abschreckende Wirkung haben. Für deutsche Urlauber und Geschäftsreisende bedeutet die Rückkehr aus einem Gebiet mit Reisewarnung einen Corona-Pflichttest und eine Pflicht-Quarantäne, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Für Verbraucher haben Reisewarnungen aber auch eine positive Seite: Sie ermöglichen es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Quelle: Auswärtiges Amt / DMM