Verrückter Lufthansa-Flug: Dublin-München in acht Stunden

Ihren Lufthansa-Flug am Samstag, 03. August 2019, von Dublin nach München werden die Passagiere und Besatzungsmitglieder von LH 2515 so schnell nicht vergessen. Denn es war ein Flug mit etlichen Hindernissen, der mehr als dreimal so lang dauerte wie geplant.

Lufthansa-Flug LH 2515 sorgte am 03. August bei der Besatzung der A321-200 und den Passagieren für mächtig Ärger. Foto: LH

Lufthansa-Flug LH 2515 sorgte am 03. August bei der Besatzung der A321-200 und den Passagieren für mächtig Ärger. Foto: LH

Der Airbus A321-200 (Kennzeichen D-AIRW) bereitete den Piloten, der Kabinenbesatzung und den Passagieren am Samstag, 03. August auf dem Flug von Dublin nach München viele Kopfschmerzen. Denn die Klimaanlage spann und gleich mehrfach sackte der Kabinendruck ab, so dass das Flugzeug zwangsweise zweimal notlanden musste.

Das Malheur von Flug LH 2515 (Start in Dublin 10.35 Uhr, geplante Ankunft in München 13.55 Uhr) nahm seinen Lauf schon vor dem Start in der irischen Metropole. Denn das linke Kühlaggregat der Klimaanlage war defekt. Dennoch erhielt die Lufthansa-Maschine eine Starterlaubnis. Kaum hatte der Airbus Flugfläche 340 (10.400 m) südöstlich von Dublin erreicht, fiel auch die rechtsseitige Kühlanlage aus und der Kabinendruck sank bedenklich ab. Die Piloten leiteten daraufhin einen Sinkflug auf FL110 (3.350 m) ein und steuerten vorsichtshalber den Airport von Manchester an, landeten dort aber nicht sondern sie wurde in niedriger Höhe weitergeleitet nach London Heathrow. Dort setzte der Jet 85 Minuten nach dem Start sicher auf.

Drei Stunden blieb der Airbus am Boden, dann durfte er wieder starten. Kaum war die Maschine kurz vor dem Ärmelkanal auf 7.000 Meter Höhe, fiel der Druck in der Kabine erneut stark ab und die Piloten mussten wieder sinke, diesmal auf eine Höhe von 3.950 Meter, um den Fluggästen ein halbwegs normales Atmen zu ermöglichen. Die Fortsetzung des Flugs Richtung Bayern war unmöglich, weshalb der A321 dann in Brüssel Zaventeem `runter musste.

Inzwischen saßen die Passagiere schon 5.25 Stunden in der Maschine. Sie mussten ab in der Europahauptstadt den Flieger verlassen, weil der an Ort und Stelle nicht repariert werden konnte und für einen anderen Flug nach der bayerischen Landeshauptstadt neu einchecken. Und wie es Murphy‘s Gesetz so will, lief auch das ziemlich schief. Denn am Schalter war unglücklicherweise nur eine Flughafenmitarbeiterin zugegen, was die Prozedur erheblich verlangsamte. Nicht nur darüber waren viele der Passagiere erbost, sondern weil sie in Brüssel ohne jede Information stehen gelassen wurden und sich in einer langen Schlange zum Einchecken in den zwangsweise umgebuchten neuen Flug einreihen mussten. Statt knapp zweieinhalb Stunden dauerte der Flug gute acht Stunden. DMM