Vier Herausforderungen für Geschäftsreisen

Geschäftsreisen bringen neue Herausforderungen mit sich, wie die sechste Global Business Travel Survey von SAP Concur und Wakefield Research unter 3.750 Geschäftsreisenden und 600 Travel Managern weltweit zeigt.

Die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland, Österreich und die Schweiz: Unternehmen müssen Konfliktpotenziale frühzeitig erkennen und ihre Mitarbeitenden aktiv unterstützen, um Produktivität und Wohlbefinden von Reisenden und Geschäftsreiseverantwortlichen zu gewährleisten. Das sind die größten Herausforderungen für Geschäftsreisen im DACH-Raum:

1. Reiseunterbrechungen. Neun von zehn Geschäftsreisenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mussten 2023 ihre Reise aufgrund von Reiseunterbrechungen wie Zug- oder Flugausfällen, Änderungen der Reiseroute oder Verspätungen kurzfristig umplanen. Drei Viertel der Reisenden planen aus Sorge vor Unterbrechungen oder kurzfristigen Änderungen einen Zeitpuffer bei ihrer Reise ein – auf Kosten ihrer Work-Life-Balance (76 %).

2. Sorgen und Stress. Für Reisende aus der DACH-Region sind Sicherheitsbedenken (39 %) sowie politische und soziale Bedenken (35 %) bezüglich ihres Reiseziels die häufigsten Gründe, eine Geschäftsreise abzulehnen. Etwa wenn Menschenrechte im Zielland verletzt werden (dann dürfte es z.B. keine Dienstreisen nach China oder in die Türkei geben, um nur zwei Beispiele zu nennen) oder es zum Zeitpunkt der Reise zu politischen oder sozialen Unruhen und Protesten kommt. Gleichzeitig fühlen sich deutsche Travel Manager nach Darstellung von Concur von der Vielzahl der Faktoren, die sie bei der Vorbereitung und Planung einer Geschäftsreise berücksichtigen müssen, überfordert. Rund ein Viertel hat das Gefühl, Verantwortung für Aufgaben zu haben, die gezielte Weiterbildungen und Trainings voraussetzen (23 %).

3. Zielkonflikt. Nachhaltigkeit ist für Geschäftsreisende aus der DACH-Region nach wie vor wichtig. Angeblich würde mehr als ein Viertel eine Reise aufgrund ihrer Umweltauswirkungen oder fehlenden nachhaltigen Reiseoptionen ablehnen (27 %). 28 % der Befragten beobachten derzeit jedoch, dass eben diese Optionen von Unternehmen reduziert werden. Fast die Hälfte der befragten deutschen Travel Manager steht dadurch vor dem Dilemma, dass von ihnen erwartet wird, nachhaltige Reiseoptionen bereitzustellen, ohne dass dafür entsprechendes Budget zur Verfügung steht (46 %).

4. Künstliche Intelligenz. 96 % der Geschäftsreisenden können sich vorstellen, im Buchungsprozess von künstlicher Intelligenz unterstützt zu werden, zögern jedoch in der Anwendung. Gerade einmal 3 % fühlen sich wohl damit, KI tatsächlich zu nutzen. 92 % wünschen sich deshalb Unterstützung durch ihren Arbeitgeber, um KI bedenkenlos nutzen zu können – einschließlich Zusicherungen des Schutzes ihrer persönlichen Daten und gegen mögliche Konsequenzen, sollten KI-gestützte Buchungen gegen die Reiserichtlinie verstoßen. Quelle: SAP-Concur / DMM