Virtuelle Convention4u - eine gangbare Alternative

2020 stand die Convention4u virtual edition unter dem Motto „So gestalten wir unsere Zukunft“. Die Programmpunkte beinhalteten unterschiedliche Sessionformate mit sowohl rein virtuellen Zusammenkünften, als auch live Übertragungen aus dem Studio, wie beim hochkarätig besetzten Convention Talk.

Das Austrian Convention Bureau (ACB) begrüßte die heimische Tagungscommunity erstmals virtuell zu seiner Jahrestagung aus dem Steinerlive-Studio in Stetten, Korneuburg, statt wie ursprüng-lich geplant in den Wr. Neustädter Kasematten. Ziele dieses alljährlichen Branchentreffs sind „das Zusammenkommen der MitarbeiterInnen der österreichischen Tagungswirtschaft, um sich zu rele-vanten Themen auszutauschen, gemeinsam neues zu lernen, sich zukunftsfit zu machen und mit unterschiedlichen Tagungsformaten zu experimentieren“, so ACB Geschäftsführerin Michaela Schedlbauer-Zippusch. An der virtuellen Edition nahmen 230 TeilnehmerInnen zu Gast.

Mit Moderator Christoph Berndl diskutierte das Panel (ACB Präsident Gerhard Stü-be, ÖW Geschäftsführerin Petra Stolba, Leiter des Competence Centers Event Safety Wiener Ro-tes Kreuz Georg Geczek und Netzwerk- und Innovationsforscher Lukas Zenk) live die Frage ob Co-vid-19 die Kongress- und Tagungsbranche nachhaltig verändern wird. Die Antwort lautet ja, vor allem in den Bereichen Sicherheit, Prävention, vertrauensbildender Maßnahmen und Planungsverhalten sowie durch neuartige Kooperationen und Begegnungsformate.

In den interaktiven, rein virtuellen  Think Tanks tauschten sich die TeilnehmerInnen gemeinsam mit ImpulsgeberIn-nen zu aktuell relevanten Fragestellungen rund um die Themen hybride und virtuelle Kongresse, Herausforderungen und Zukunft des MICE-Sales, Umgang mit unsicheren Planungssituationen, Grundlagen für sichere und vertrauensvolle Veranstaltungen sowie Lobbyarbeit für die heimische Tagungswirtschaft aus. Abschließend fand die 28. Generalversammlung des Dachverbands ebenfalls erstmals und mit hoher Beteiligung virtuell statt. Neben Berichten über die Aktivitäten und Initiativen des Verbandes wurde der Beitritt des Hotels Palais Hansen Kempinski und Europäischen Forums Alpbach bekannt gegeben. „Es braucht enge Zusammenarbeit, um diese her-ausfordernde Situation gemeinsam zu stemmen und das Vertrauen in Veranstaltungen zu stärken“, so Stübes Zusammenfassung am Ende des Kongresstages.

Mit der Convention4u virtual edition setzte das ACB als Dachverband der österreichischen Kongress- und Tagungsindustrie ein wichtiges Zeichen. Virtuelle Tagungen wurden damit als gangbare Alternative unter Beweis gestellt und die Möglichkeiten aber auch Limitationen im virtuellen Kongressraum für und mit der Tagungscommunity erforscht. Die Branche ist bestrebt, das Know How hinsichtlich hybrider Veranstaltungen weiter auszubauen, auch wenn nach Meinung der Ex-pertInnen die Sehnsucht und Notwendigkeit persönlicher Begegnungen bestehen bleibt. Quelle: ACB / DMM